Änderungen bei der Champions League-Übertragung ab 2027

Änderungen bei der Champions League-Übertragung ab 2027

Ab 2027 wird sich die Übertragung der Champions League erheblich verändern. Bayern Münchens Sportdirektor Christoph Freund äußert sich kritisch zu den bevorstehenden Änderungen.

München – Die jüngsten Entwicklungen im TV-Bereich betreffen auch den FC Bayern. Ab der Rechteperiode 2027/28 wird die Champions League nicht mehr von DAZN übertragen. Stattdessen wird der neue Anbieter Paramount+ die meisten Spiele zeigen, während DAZN künftig die Europa League und die Conference League übertragen wird.

Im Rahmen einer Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg wurde Freund zu diesen überraschenden Veränderungen befragt. Er zeigt sich ambivalent gegenüber der Situation. Einerseits hat er die Interessen des Vereins im Blick, andererseits berücksichtigt er auch die der Fans.

Die Fans könnten in Zukunft theoretisch mehr Abonnements benötigen, um alle Spiele verfolgen zu können. „Die Champions League ist das absolute Premiumprodukt des Fußballs weltweit. Daher ist es positiv zu sehen, wenn sie über Europa hinaus gut vermarktet wird, da dies größere Einnahmequellen schafft. Sie ist das Herzstück des europäischen Fußballs“, erklärte Freund.

Ab 2027 wird Paramount+ das Dienstagsspiel übertragen, das zuvor von Amazon Prime Video gesendet wurde. Prime wird künftig die Mittwochspartien zeigen. Alle weiteren Spiele an beiden Abenden – Dienstag und Mittwoch – werden ebenfalls vollständig von Paramount+ übernommen. Das Finale soll sogar bei Netflix ausgestrahlt werden, wobei es nur im Free-TV zu sehen sein wird, wenn ein deutsches Team das Endspiel erreicht.

„Für die Fans wird es nicht einfacher, es könnte komplizierter werden, wenn die Übertragungsrechte an verschiedene Sender vergeben werden, möglicherweise sogar außerhalb von Europa“, betonte Freund. Es sei „sehr wichtig, dass die Fans möglichst viele Spiele sehen können und dass dies bezahlbar bleibt, denn der Fußball lebt von den Emotionen und den Fans. Darum ist es entscheidend, dass viele Fans die Spiele verfolgen können.“ Der neue TV-Deal gilt bis zur Saison 2030/31.

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