Anstieg von Beleidigungen während der Fußball-WM und Maßnahmen der FIFA

Anstieg von Beleidigungen während der Fußball-WM und Maßnahmen der FIFA

Während der Fußball-Weltmeisterschaft kam es zu einem signifikanten Anstieg an Beleidigungen im Internet. Aus diesem Grund hat die FIFA Millionen von Kommentaren entfernt.

New York – Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch online hatte die FIFA während der WM alle Hände voll zu tun. Seit dem Beginn des Turniers am 11. Juni wurden mehr als 53 Millionen Beiträge und Kommentare durch ihren Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien überprüft. Dabei identifizierte das digitale Schutzsystem über sieben Millionen potenziell beleidigende oder schädliche Beiträge – das ist 14-mal mehr als bei der WM 2022 in Katar.

Über 200.000 Hasskommentare wurden den Plattformen gemeldet, und mehr als 1.000 besonders schwere Drohungen wurden sogar an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Darüber hinaus nutzte die FIFA das Turnier, um Kampagnen gegen Rassismus und Hetze sowie Bildungs- und Gesundheitsprojekte zu unterstützen.

Diese WM war somit nicht nur sportlich, sondern auch in Bezug auf Hass im Internet die bislang größte ihrer Art. Vor vier Jahren sah die Statistik anders aus: Bei der WM in Katar wurden 470.000 beleidigende oder schädliche Beiträge identifiziert und nur rund 19.600 Fälle an die Plattformen gemeldet.

Auch die deutsche Mannschaft hatte in dieser Hinsicht negative Erfahrungen. Jonathan Tah wurde nach seinem Fehlschuss im Elfmeterschießen gegen Paraguay, der das WM-Aus bedeutete, rassistisch beleidigt. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Hasskommentaren gegenüber anderen deutschen Spielern.

Dieses Thema wird auch auf der „Global Social Dialogue Platform“ unter dem Vorsitz der FIFA erörtert. Ein Sprecher der Spielergewerkschaft FIFPRO erklärte: „In den vergangenen Wochen sahen sich Spielerinnen und Spieler sowohl online als auch persönlich mit Beleidigungen konfrontiert, von denen der Großteil rassistisch und diskriminierend war.“ Gemeinsam will man Wege finden, um das Problem in den Griff zu bekommen.

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