Anthony Rouaults Weg nach dem Abschied vom VfB Stuttgart
Anthony Rouault hat nach seinem überraschenden Abschied vom VfB Stuttgart einige kritische Bemerkungen über den Verein gemacht. Wie meistert der Franzose nun seinen Weg in der Heimat?
Stuttgart – Rouaults Abgang aus Stuttgart erfolgte hastig und kam für viele überraschend. In der vergangenen Wintertransferperiode wechselte er vom VfB zum Stade Rennes in Frankreich. Dieser Schritt sorgte für Verwirrung: Warum verlässt ein Spieler einen Champions-League-Klub, um sich in der französischen Ligue 1 im Abstiegskampf zu engagieren?
Diese Frage hat das Fußballportal Absolut Fussball, Teil von Home of Sports, näher untersucht. Zudem lohnt ein Blick darauf, wie sich Rouault in der Rückrunde in Frankreich geschlagen hat und wie sein aktueller Stand ist. Der Verteidiger erklärte seinen Abgang, wenn auch etwas kurios, direkt nach dem Wechsel: „Nach dem Ausscheiden aus der Champions League hatte ich das Gefühl, dass eine Phase der Instabilität anbricht. Wir hatten nach der letzten Saison bereits einige Schlüsselspieler verloren, und ich hatte den Eindruck, dass die Zukunft instabil aussieht.“
Hat der Abwehrspieler mit dieser Einschätzung Recht behalten? In Anbetracht der Bundesliga könnte man Rouault einige Argumente zugestehen. Der VfB landete letztlich nur auf dem neunten Platz. Andererseits hätte der Verteidiger mit den Schwaben den DFB-Pokal gewinnen können. Stattdessen trug er dazu bei, dass Rennes den Klassenerhalt sicherte.
Wie die französische Presse berichtet, hatte Rouault einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Seine Erfahrung aus Stuttgart und seine Führungsqualitäten wurden hervorgehoben, und es wurde diskutiert, ob er als Kapitän infrage kommen könnte. Nach einer auskurierten Knöchelverletzung, die ihn drei Spiele kostete, stand Rouault in der Rückrunde bis auf eine Partie immer über die volle Spielzeit auf dem Platz und half dabei, dass Rennes von Platz 15 auf den elften Rang kletterte. Auch in den ersten drei Spielen der neuen Saison spielte er jeweils 90 Minuten.
In dieser Saison folgten ein 1:0-Sieg gegen Olympique Marseille, eine 0:1-Niederlage gegen den FC Lorient und ein 1:1-Unentschieden gegen Angers SCO. Alle sind sich einig, dass Rouault keine Anpassungsschwierigkeiten in Rennes hatte. Trotz seiner positiven Erfahrungen beim VfB scheint der Grund für seinen Wechsel zu sein, dass er sich in Deutschland nicht wohlgefühlt hat. Einst sagte er: „Wenn man in einem Land ist, wo die Sprache fremd ist und die Kultur sehr anders, ist das nicht einfach.“