Argentinien Favorit in Gruppe J der WM 2026
Argentinien geht als klarer Favorit in die Gruppe J der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, während Österreich gute Chancen auf den zweiten Platz hat.
Kansas City – In wenigen Wochen beginnt die Fußball-WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA. Das Turnier wird mit 48 teilnehmenden Mannschaften eine neue Dimension erreichen. Vom 11. Juni bis 19. Juli werden die Teams um den begehrten WM-Pokal kämpfen.
In Gruppe J treten Argentinien, Algerien, Jordanien und Österreich gegeneinander an. Die sechs Gruppenspiele finden in drei verschiedenen Stadien in den USA statt: im AT&T Stadium in Arlington, Texas, im Arrowhead Stadium in Kansas City und im Levi’s Stadium in Santa Clara, Kalifornien. Argentinien beginnt sein Turnier in Kansas City gegen Algerien und spielt anschließend die beiden weiteren Spiele in Arlington. Österreich trifft in Santa Clara zunächst auf Jordanien, bevor es nach Arlington und Kansas City weiterzieht. Jordanien spielt zweimal in Santa Clara, während Algerien zwei von drei Begegnungen in Kansas City austrägt.
Argentinien tritt als amtierender Titelverteidiger an. Die Mannschaft unter der Leitung von Nationaltrainer Lionel Scaloni kann mit großem Selbstbewusstsein in das Turnier starten. Vor zwei Jahren gewann Argentinien die Copa América und zeigte sich auch in der Qualifikation stark. Mit 38 Punkten aus 18 Spielen sicherte sich das Team den ersten Platz in Südamerika mit einem Vorsprung von neun Punkten.
Besonders motiviert dürfte Lionel Messi sein, da es wahrscheinlich seine letzte WM sein wird. An seiner Seite stehen zahlreiche Stars wie Lautaro Martínez, Enzo Fernández, Nicolas Otamendi und Alexis Mac Allister. Diese Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern macht Argentinien zu einem ernsthaften Titelanwärter.
Algerien ist erstmals seit 2014 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten. Zu Jahresbeginn erreichte die Mannschaft unter Trainer Vladimir Petkovic das Viertelfinale des Afrika Cups, wo sie jedoch mit 0:2 gegen Nigeria ausschied. Die Spieler sind über ganz Europa verteilt, darunter Rayan Ait-Nouri von Manchester City und Mittelfeldspieler Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen. Auch Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt) und Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg) könnten im Kader stehen, während Adil Aouchiche von Schalke 04 ebenfalls eine Chance auf die Nominierung hat.
Jordanien ist die große Unbekannte in dieser Gruppe. Für die Mannschaft aus Vorderasien ist es die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, und sie hat bereits ihr Potenzial angedeutet. In der Qualifikation belegte sie in der dritten Runde den zweiten Platz in ihrer Gruppe und erkämpfte sich ein Unentschieden gegen Südkorea. Zudem wurde das Team 2024 Zweiter bei der Asienmeisterschaft.
Ein Großteil der jordanischen Spieler spielt noch in der Heimat oder in benachbarten Ländern. Der bekannteste Spieler ist Stürmer Musa Al-Taamari, der bei Stades Rennes unter Vertrag steht. Zusammen mit Ali Olwan und Yazan al-Naimat bildet er ein gefährliches Trio, vor dem auch die Österreicher gewarnt sein sollten. Österreich hat jedoch gute Chancen, die nächste Runde zu erreichen, da es die Qualifikation mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden in acht Spielen gewonnen hat. Der Kader ist stark besetzt mit Bundesliga-Spielern wie Xaver Schlager, Konrad Laimer, Marcel Sabitzer und Romano Schmid. Im Sturm ist Marko Arnautović, trotz seiner 37 Jahre, eine verlässliche Größe und Rekordtorschütze. So stehen die Chancen gut, dass Österreich erstmals seit 1982 die Vorrunde übersteht.