Atletico Madrid besiegt FC Barcelona im Champions-League-Viertelfinale

Atletico Madrid besiegt FC Barcelona im Champions-League-Viertelfinale

Das Duell zwischen Atletico Madrid und dem FC Barcelona bot den Fans einiges, doch vor dem Anpfiff kam es zu einem Eklat.

Barcelona – Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gelang Atlético Madrid die große Überraschung, indem sie den FC Barcelona besiegten, was auch auf einen Platzverweis zurückzuführen war. Obwohl die Madrilenen nun gut gelaunt nach Hause fahren könnten, trüben die Vorkommnisse vor dem Spiel die Stimmung.

Beide Fanlager sorgten für unangenehme Szenen. Anhänger des FC Barcelona bewarfen den Mannschaftsbus von Atletico auf dem Weg zum Camp Nou mit zahlreichen Gegenständen, wodurch sogar zwei Fensterscheiben zerbrachen. Ähnliche Vorfälle hatten bereits beim Halbfinale der Copa del Rey stattgefunden. „Das ist das, was wir in der Gesellschaft immer wieder sehen – wir können es nicht ändern“, kommentierte Diego Simeone gegenüber Movistar+.

Auch für die Barca-Fans wurde es kurzzeitig kritisch. Als der Mannschaftsbus von Barcelona eintraf, wurde die Ankunft frenetisch bejubelt. Doch ein Absperrzaun gab nach, und einige Fans stürzten. Glücklicherweise gab es am Ende keine ernsthaften Verletzungen, und alle Zuschauer überstanden den kurzen Schock unversehrt.

Doch nicht nur die Fans des FC Barcelona sorgten für fragwürdige Szenen. Auch die Anhänger von Atlético Madrid fielen durch eine skandalöse Aktion auf. Rund 2000 Gästefans stimmten in der Umgebung rassistische Gesänge an, darunter den inakzeptablen Ruf „Wer nicht springt, ist ein Muslim“. Ein unentschuldbarer Vorfall.

In Spanien ist dies jedoch kein Einzelfall. Auch beim Testspiel zwischen Spanien und Ägypten sollen Fans mit ähnlichen Gesängen aufgefallen sein. Damals äußerte sich Lamine Yamal auf Instagram: „Als Muslim empfinde ich das als respektlos und unerträglich. Eine Religion als Spott zu benutzen, zeigt, dass man ignorant und rassistisch ist.“

„Fußball sollte dazu dienen, Freude zu bringen und zu unterstützen – nicht, um andere aufgrund ihrer Identität oder ihres Glaubens zu beleidigen.“ Dennoch scheinen diese Worte keine Wirkung gezeigt zu haben. Beide Vereine hoffen, dass sich solche Szenen im Rückspiel nicht wiederholen.

Topics

Related news