Aurèle Amenda: Ein Lichtblick für Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt befindet sich in einer schwierigen Phase, doch ein Spieler hat sich in den Vordergrund gespielt und erhält Lob von den Verantwortlichen.
Frankfurt – In einer verunsicherten Mannschaft hervorzustechen, ist keine einfache Aufgabe. Nach acht Pflichtspielen ohne Sieg hat Eintracht Frankfurt mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Dennoch konnte sich Aurèle Amenda in den Fokus spielen, was lange Zeit nicht zu erwarten war. Der Schweizer Innenverteidiger sollte unter dem ehemaligen Trainer Dino Toppmöller bereits im letzten Sommer den Verein verlassen.
Es war jedoch Sportvorstand Markus Krösche, der ihm die Tür nicht öffnete. Er war stets von den Fähigkeiten des Spielers überzeugt, unabhängig von Angeboten aus dem Ausland oder der Bundesliga. Die Liste der Interessenten ist lang. Nach der 1:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen äußerte Krösche: „Aurèle wird immer sicherer. Er ist ein junger Spieler, der mit der Spielzeit mehr Sicherheit gewinnt. Das hat er sich erarbeitet und verdient.“
Besonders auffällig sind Amendas hohe Ballgewinne. Im Spiel gegen die TSG Hoffenheim (1:3) leitete er das Tor von Arnaud Kalimuendo ein. Im Duell gegen Leverkusen bereitete er den Anschlusstreffer von Robin Koch vor und gewann in diesem Spiel vier von fünf Zweikämpfen. Zudem kamen 57 seiner 64 Zuspiele an.
Wie Absolut Fussball, das Fußballportal von Home of Sports, berichtet, hat Amenda seine Wechselgedanken beiseitegelegt. Der 22-Jährige wollte sich immer in Frankfurt durchsetzen und sieht nun große Chancen dafür. Unter Ex-Coach Dino Toppmöller erhielt der Nationalspieler, der unbedingt an der Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen möchte, jedoch nur wenige Einsatzmöglichkeiten.
Es ging ihm nicht darum, einen unumstrittenen Stammplatz zu sichern. Doch Spieler wie Robin Koch, Arthur Theate oder der ebenfalls junge Abwehrmann Nnamdi Collins hätten Verschnaufpausen erhalten können. Amenda musste lange auf seine Chance warten, durfte jedoch in den letzten acht Partien fünfmal starten, was einem jungen Spieler enorm hilft.
Diese Spielpraxis verleiht dem 1,94 Meter großen Innenverteidiger mehr Sicherheit. Interimscoach Dennis Schmitt sagte nach seinem letzten Auftritt: „Aurèle ist sehr talentiert. Er hat ein beeindruckendes Profil, da er Größe und Wucht mitbringt und auch am Ball gut ist.“ Es sei normal, dass man Zeit und Rhythmus benötige, wenn man aus dem Ausland in die Bundesliga wechselt.
Es zeigt sich zunehmend, wie gut ihm die Einsatzzeiten tun. Amenda hat zweifellos noch Bereiche, an denen er arbeiten muss, insbesondere wenn ein Gegenspieler mit Tempo in den freien Raum hinter ihm startet. In solchen Situationen dreht er sich zu langsam. Zudem sollte Amenda im Aufbauspiel, seiner großen Stärke, besser in der Risikoabwägung werden, da einige Pässe zu riskant sind und in gefährliche Zonen gelangen.
Diese Punkte sind jedoch Themen, die mit Erfahrung und Reife zusammenhängen. In diesen schwierigen Wochen ist Amenda dennoch so etwas wie der heimliche Gewinner. Bei nur einem Sieg in den letzten 13 Pflichtspielen mag das absurd erscheinen, doch Amenda konnte sich persönlich empfehlen und vor dem Amtsantritt des neuen Trainers Albert Riera, der ab Montag die Verantwortung übernimmt, Akzente setzen.