Aurèle Amenda plant Abgang von Eintracht Frankfurt

Aurèle Amenda plant Abgang von Eintracht Frankfurt

Was geschieht mit Aurèle Amenda? Der Schweizer Innenverteidiger möchte Eintracht Frankfurt verlassen, doch Sportvorstand Markus Krösche blockiert bislang den Wechsel. Sein Berater hat sich nun geäußert.

In Frankfurt hat Aurèle Amenda eine unbefriedigende erste Saisonhälfte erlebt. Trotz seiner wenigen Einsätze, in denen er sein Talent unter Beweis stellte, kam er lediglich auf 376 Minuten Spielzeit in der Bundesliga, Champions League und im DFB-Pokal. Dies entspricht nicht den Erwartungen des 24-Jährigen.

Nach Informationen des Fußballportals Absolut Fussball ist klar, dass Amenda den Verein verlassen möchte. Krösche zeigt jedoch kein Interesse daran, den Nationalspieler ziehen zu lassen. Amenda spürt, dass er nicht das vollumfängliche Vertrauen von Trainer Dino Toppmöller genießt und wünscht sich eine Perspektive, die über eine bloße Notlösung hinausgeht.

Sein Berater, Jose Noguera Rodriguez von der Signature ISCM AG, betonte in einem exklusiven Interview: „Auréle ist ein ambitionierter und professioneller Spieler, der sich in jeder Hinsicht der Eintracht verschrieben hat. Er respektiert seinen langfristigen Vertrag. Dennoch müssen wir feststellen, dass seine Spielzeit nicht seinen Erwartungen und seinem Potenzial entspricht.“

Amenda, der im Sommer 2024 für etwa neun Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt kam, ist bis 2029 an den Verein gebunden. Bereits im vergangenen Sommer gab es Überlegungen, den Klub nach nur einem Jahr zu verlassen. Toppmöller hatte in der Vorbereitung angedeutet, dass es für Amenda schwierig werden könnte, Spielzeit zu erhalten. Der FC Turin hatte damals bereits ernsthaftes Interesse an ihm, und dieses ist bis heute nicht abgekühlt.

Zusätzlich haben auch Vereine aus der Ligue 1 Interesse an Amenda bekundet. Noguera Rodriguez stellte klar: „Als junger Schweizer Nationalspieler benötigt Auréle regelmäßige Einsätze auf höchstem Niveau, um sich weiterzuentwickeln. Die Weltmeisterschaft im Sommer steht bevor. Wir respektieren die Entscheidungen des Trainerstabs, sehen jedoch, dass andere Vereine großes Interesse an Auréles Fähigkeiten zeigen.“

Er fügte hinzu: „Im Januar werden wir alle Optionen prüfen, die für seine sportliche Entwicklung am besten sind. Sollte sich eine Gelegenheit ergeben, in der Auréle die Spielzeit bekommt, die er verdient, werden wir diese ernsthaft in Betracht ziehen. Bis dahin wird er weiterhin alles für die Eintracht geben und sich professionell verhalten. Auréle ist dankbar für die Chance in Frankfurt, aber seine Karriere steht an einem entscheidenden Punkt, an dem Entscheidungen getroffen werden müssen.“

Bisher hat sich Krösche jedoch nicht bewegt. Der Sportvorstand der Eintracht glaubt weiterhin an das große Potenzial von Amenda. Zudem müsste er im Falle eines Abgangs erneut auf dem Transfermarkt aktiv werden und einen Ersatz finden, was er im kurzen Wintertransferfenster vermeiden möchte, um Geld zu sparen.

Für alle Beteiligten ist die Situation kompliziert. Amenda fühlt sich in Frankfurt wohl, benötigt jedoch Spielpraxis, insbesondere mit der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA vor der Tür. Auf der Bank kann er sich nicht für Nationaltrainer Murat Yakin empfehlen. Bei Eintracht Frankfurt wird es für ihn daher schwierig, die gewünschten Spielminuten zu erhalten.

Toppmöller setzt großes Vertrauen in Kapitän Robin Koch, Arthur Theate und Nnamdi Collins. Zudem hat er Rasmus Kristensen als weitere Option für die Innenverteidigung. Angesichts dieser Konkurrenz wird es für Amenda schwierig, die erhoffte Spielzeit zu bekommen, weshalb er nun auf einen Wechsel drängt. Die Interessenten stehen Schlange, und Krösche muss bald eine Entscheidung treffen.

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