Bayern München: Einblicke in die Transferpläne für die kommende Saison
München – Der FC Bayern München plant bereits im Rahmen des DFB-Pokalfinals in Berlin die Kaderstruktur für die kommende Saison. Sportvorstand Max Eberl gab am Rande des „BILD100“-Sport-Events Einblicke in die Transferstrategie des Rekordmeisters und erläuterte sowohl konkrete Personalien als auch die grundsätzliche Richtung des Klubs. Dabei wurde deutlich, dass große Umbrüche nicht vorgesehen sind, jedoch punktuelle Verstärkungen angestrebt werden.
Im Mittelpunkt der aktuellen Planungen steht laut Eberl die Suche nach einem Offensivspieler. Hintergrund ist unter anderem das Interesse an Anthony Gordon von Newcastle United, dessen Ablösesumme sich auf rund 86 Millionen Euro belaufen soll. Eberl äußerte sich dazu klar: „Wir sind uns einig, dass wir einen Offensivspieler verpflichten wollen, wenn er finanzierbar ist. Wir haben ein sehr gutes Gespräch geführt und hoffen, dass wir weiterkommen.“
Auch ein mögliches Interesse an Kennet Eichhorn von Hertha BSC wurde angesprochen. Der 16-Jährige gilt als eines der größten Talente im deutschen Nachwuchs und hat zuletzt in der 2. Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht. Eine Ausstiegsklausel könnte einen Wechsel im Sommer für etwa 12 Millionen Euro ermöglichen.
„Ich finde, wenn du Kenny Eichhorn siehst – und der FC Bayern würde sich damit nicht beschäftigen –, dann würden wir unseren Job nicht machen. Jetzt muss man schauen, ob das reinpasst und was die Vorstellungen von ihm und seinem Management sind. Ob das dann tatsächlich passiert, ist eine andere Frage“, sagte Eberl zur Personalie des jungen Berliners.
Der Bayern-Boss äußerte sich auch klar zu einem anderen Gerücht. Berichte über ein Interesse an John Stones von Manchester City wies er entschieden zurück: „Das ist nicht wahr.“ Gleichzeitig bestätigte Eberl bereits feststehende Abgänge im Kader: Die Verträge von Leon Goretzka und Raphael Guerreiro werden nicht verlängert, zudem verlässt Leihspieler Nicolas Jackson den Klub.
Trotz dieser Veränderungen betonte Eberl, dass der Umbruch kontrolliert erfolgen soll. „Wir werden wieder Schritte machen und den Kader umbauen, ohne radikal zu sein“, erklärte der Sportvorstand. Man habe bereits viele Vertragsverlängerungen abgeschlossen und den Kader grundsätzlich stabil aufgestellt. „Wir haben unseren Kader so weit stehen, dass wir nicht viel machen werden, außer vielleicht ein, zwei Positionen“, fügte er hinzu.