Bayern München plant für die Zukunft: Oliver Baumann als mögliche Nummer 2 im Tor
Der FC Bayern München muss sich auf die Zeit nach Torwartlegende Manuel Neuer vorbereiten. Laut aktuellen Medienberichten wird in der Säbener Straße auch über Oliver Baumann nachgedacht.
In der neuesten Episode des BILD-Podcasts „Bayern Insider“ wird berichtet, dass die Verantwortlichen des FC Bayern ernsthaft in Erwägung ziehen, den Nationaltorwart Oliver Baumann zu verpflichten. Der 35-Jährige gilt als potenzieller Kandidat für die Position der Nummer 2 im Tor des Rekordmeisters, falls Manuel Neuer nach dieser Saison seine Karriere beendet.
Die Zukunft des 40-jährigen Neuzugangs bleibt ungewiss. Ursprünglich sollte während der aktuellen Länderspielpause eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen und veröffentlicht werden. Jüngste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass dieser bedeutende Entschluss möglicherweise erst später bekannt gegeben wird. Intern bereitet man sich beim Rekordmeister jedoch bereits auf den Fall seines Abschieds vor, wobei nur feststeht, dass Jonas Urbig zur neuen Nummer 1 aufsteigen wird.
Baumann wäre eine überraschende, jedoch nicht ganz neue Option für den FC Bayern.
Christian Falk hat in seinem Podcast eine auf den ersten Blick überraschende Möglichkeit angesprochen: Oliver Baumann, der aktuelle Stammtorwart der deutschen Nationalmannschaft, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das deutsche Tor bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada hüten wird. Der erfahrene Bundesliga-Keeper, der beim SC Freiburg ausgebildet wurde und seit zwölf Jahren die unumstrittene Nummer 1 bei der TSG Hoffenheim ist, bringt das Profil mit, das perfekt zur zukünftigen Torwart-Hierarchie beim FC Bayern passen könnte.
Eine ähnliche Rolle hatte bereits Tom Starke, der 2012 ebenfalls als Hoffenheimer nach München wechselte und bis 2018 beim FC Bayern spielte. In den letzten Jahren wurde diese Aufgabe von Sven Ulreich, der zuvor Nummer 1 beim VfB Stuttgart war, übernommen. Beide sind erstklassige Bundesliga-Keeper, jedoch nicht die Stammtorhüter der Nationalmannschaft. Im Podcast wurde erörtert, unter welchen Bedingungen Baumann bereit sein könnte, die Rolle des Ersatzkeepers bei den Münchnern zu übernehmen.
Grundsätzlich könnte der zehnfache Nationalspieler mit dieser Rolle einverstanden sein. Ähnliche Überlegungen gab es offenbar bereits in der Vergangenheit. Sollte sich Baumann mit der TSG Hoffenheim für die Champions League 2026/27 qualifizieren, wäre ein Engagement beim FC Bayern jedoch definitiv ausgeschlossen. Derzeit belegen die Kraichgauer den fünften Platz in der Bundesliga, die Tendenz ist eher negativ.
Falls Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der Weltmeisterschaft ein neues „Torwart-Zeitalter“ einläuten sollte, beispielsweise mit Jonas Urbig als neuer Nummer 1, oder wenn sich das Comeback von Marc-André ter Stegen abzeichnen sollte, könnte Baumann, der vor dem Turnier 36 Jahre alt wird, für diese Option zur Verfügung stehen.
Der deutsche Rekordmeister hat bei der Neuausrichtung der Torwart-Hierarchie jedoch noch weitere Alternativen: die Leihspieler Alexander Nübel und Daniel Peretz. Auch die Zukunft der aktuellen Nummer 3, Sven Ulreich, ist noch nicht geklärt. Hier könnte es zu einer Vertragsverlängerung kommen. Die spektakulärste Option wäre jedoch sicherlich die Verpflichtung von Baumann.