Bayern München strebt Wiedergutmachung gegen St. Pauli an

Bayern München strebt Wiedergutmachung gegen St. Pauli an

Der FC Bayern München möchte die Niederlage gegen den FC Arsenal am vergangenen Wochenende gegen den FC St. Pauli wettmachen. Trainer Vincent Kompany fordert von seinem Team eine klare Reaktion gegen den Underdog.

München – Vor dem Duell gegen den FC St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gab es für Vincent Kompany einen kurzen Exkurs in die Bundesliga-Geschichte. Auf die Frage, ob er den Begriff „Weltpokalsiegerbesieger“ kenne, antwortete der Bayern-Trainer: „Noch nie gehört.“ Als ihm die Erklärung gegeben wurde, musste der frühere Spieler des Hamburger SV lachen: „Jetzt habe ich es verstanden. Aber ich gehe davon aus, dass jeder Sieg gegen Bayern ein Pokal ist – und wir wollen keine Pokale verschenken!“

Das bayerische Star-Ensemble möchte in der heimischen Allianz Arena zeigen, dass die Pleite gegen den FC Arsenal nur ein Ausrutscher war. „Wir verlieren nie gern, und wir brauchen das auch gar nicht – weil das Team einen großen Hunger und eine große Energie hat“, erklärte Sportdirektor Christoph Freund und kündigte eine Art „Wutprobe“ gegen St. Pauli an: „Niederlagen gehören zum Fußball, die Frage ist, wie man darauf reagiert. Das können wir jetzt ausmerzen. Wir werden so weitermachen, wie in den letzten Wochen und Monaten.“

Diese Herangehensweise entspricht ganz dem Stil des 39-jährigen Trainers, der ähnlich über die bevorstehende Partie spricht: „Wir wollen nie verlieren, wir akzeptieren und mögen das nicht. Aber es geht um die Reaktion in dieser Phase der Saison, um das Spiel gegen Arsenal und nun um St. Pauli.“ Laut Kompany muss sich die Mannschaft auf große Momente vorbereiten, „damit wir dann auch da sind und gewinnen.“

Daher macht der Belgier in seiner Spielvorbereitung keinen Unterschied zwischen den Topspielern aus London und dem Kiez-Club aus Hamburg: „Es war zuletzt zweimal schwer gegen sie, sie haben lange gekämpft. Das haben wir auch im Kopf, wir wissen, dass das nicht einfach wird – auch wenn sie achtmal hintereinander verloren haben.“

Den acht Niederlagen stehen zwei Siege und ein Remis gegenüber, was den 16. Tabellenplatz zur Folge hat. Kompany bewertet diesen Umstand jedoch nicht unbedingt als Nachteil für den krassen Außenseiter: Ein Spiel gegen Bayern bedeute „weniger Druck für dich, wenn du unten drin stehst. Das kann ein positiver Effekt sein.“

Personell können die Bayern aus dem Vollen schöpfen, um die drei Punkte einzufahren – abgesehen von den rekonvaleszenten Alphonso Davies und Jamal Musiala. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere Stammspieler eine Verschnaufpause erhält, möglicherweise sogar Manuel Neuer.

Kompany sagte: „Wir wollen auch, dass Jonas Urbig Fortschritte macht, aber das Timing muss ruhig besprochen werden. Wenn wir die Entscheidung treffen, den Keeper mal zu tauschen, geschieht das immer in Absprache mit Manu. Das haben wir nicht gemacht, und ich muss überlegen, was das Beste für die Mannschaft ist.“ Es besteht die Möglichkeit, dass St. Pauli am Ende nicht zum „Arsenalverliererbesieger“ wird.

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