Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf Real Madrid
Die Bayern treffen im Viertelfinale der Champions League erneut auf die „Besita Negra“. Ein entscheidendes Detail könnte ihnen jedoch zum Verhängnis werden.
Madrid – Der FC Bayern München hat sich mit einem Gesamtscore von 10:2 souverän gegen Atalanta Bergamo durchgesetzt und steht nun im Viertelfinale der Champions League. Als Nächstes geht es für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany ins Estadio Santiago Bernabéu, wo der deutsche Rekordmeister auf Real Madrid trifft, das im Achtelfinale Manchester City mit 5:1 über zwei Spiele besiegte.
Die Bayern könnten jedoch einen entscheidenden Vorteil haben. Nachdem klar war, dass die Münchner das Hinspiel in Bergamo deutlich gewinnen würden, erhielten sowohl Joshua Kimmich als auch Michael Olise eine Gelbe Karte wegen Zeitspiels. Damit gehen sie nach verbüßter Sperre im Rückspiel unbelastet ins Viertelfinale. Bei Real Madrid ist die Situation hingegen etwas prekärer.
In der Champions League summieren sich Gelbe Karten, die innerhalb eines Spiels nicht zu einer Gelb-Roten Karte geführt haben, über die einzelnen Spiele hinweg. Nach der dritten Verwarnung ist der betroffene Spieler für ein Spiel gesperrt. Ab dann reichen zwei weitere Gelbe Karten für die nächste Sperre. Kurz gesagt: Bei der dritten, fünften, siebten (etc.) Verwarnung folgt eine Spielsperre.
Die Königlichen gehen mit gleich sechs Spielern ins Viertelfinale, die bei einer weiteren Gelben Karte für ein Spiel gesperrt wären. Zu diesen Spielern gehören Vinicius Jr., Kylian Mbappé, Jude Bellingham, Dean Huijsen, Alvaro Carreras und Aurelien Tchouaméni. Dies könnte den Bayern erheblich in die Karten spielen, da alle sechs absolute Stammspieler im Kader von Real Madrid sind. Zudem wäre Rodrygo bei einer nächsten Verwarnung ebenfalls gesperrt, kämpft jedoch derzeit mit einer Kreuzbandverletzung.
Sollten einer oder mehrere dieser Stars im Hinspiel erneut verwarnt werden, müsste Real-Trainer Alvaro Arbeloa für das Rückspiel in der Allianz Arena kreativ bei der Aufstellung werden. Auch die Bayern müssen jedoch aufpassen, da zwei ihrer Stammspieler, Dayot Upamecano und Konrad Laimer, vorbelastet sind.
Nach dem Viertelfinale werden die gesammelten Gelben Karten zurückgesetzt. Dies verhindert, dass ein Spieler aufgrund einer Gelbsperre ein mögliches Finale verpasst. Lediglich bei einer Roten Karte muss ein Spieler seinem Team im Kampf um den Henkelpott von den Rängen aus beistehen. Doch bis dahin stehen noch einige Spiele an.