Bayern München triumphiert nach hartem Kampf gegen Dortmund
Nach einem intensiven Spiel in Dortmund hat Trainer Vincent Kompany von Bayern München die Mannschaft in Rekordmodus versetzt. Der FC Bayern, der seit über 50 Jahren eine bedeutende Marke im Fußball ist, strebt danach, neue Rekorde zu brechen.
Die Fans des FC Bayern waren während des Spiels kaum zu hören. Doch als der Klassiker gegen Borussia Dortmund am Samstagabend um 20:31 Uhr abgepfiffen wurde, waren sie präsent. Neidisch beobachtete Kompany seine jubelnden Spieler, die nach dem 3:2-Sieg (0:1) fast im Vollsprint den Weg zum Gästeblock im Signal Iduna Park einschlugen. In solchen Momenten, gestand er später, hätte er sich gewünscht, wieder als Profi auf dem Platz zu stehen, anstatt als Trainer. Dennoch genoss er den „Mini-Titel“, wie er den prestigeträchtigen Sieg bezeichnete, für sich allein.
In Kompanis Kopf schwirrten viele Gedanken. Er reflektierte über die Partie, die in „Dynamik, Intensität und Ergebnis“ äußerst spannend gewesen sei. Er dachte an die beiden Gegentore durch Nico Schlotterbeck (26.) und Daniel Svensson (83.) sowie an die drei eigenen Tore durch Harry Kane (54./70.) und Joshua Kimmich (87.). Mit elf Punkten Vorsprung machten sich die Bayern auf den Heimweg. Dennoch betonte er mehrfach, dass er noch nicht an die Meisterschaft denke: „Sie dürfen zu einem bedeutenden Sieg gratulieren. Aber zum Titel dürfen sie nicht gratulieren. Ab Montag fängt alles wieder bei Null an.“
Der Bayern-Trainer meint das ernst, auch wenn der Rest der Liga, einschließlich des Verfolgers BVB, längst aufgegeben hat. Kimmich brachte es auf den Punkt: „Das geben wir nicht mehr aus der Hand.“ Es stehen noch zehn Spiele auf dem Weg zum 35. nationalen Titel an. „Wir wollen sie alle gewinnen, der Rest kommt dann von selbst“, sagte Christoph Freund und verwies auf die bereits gesammelten 63 Punkte und 88 Tore. Die Bestmarken liegen bei 88 Punkten (Bayern 2015/16) und 101 erzielten Treffern (Bayern 1971/72), und das gesamte Bayern-Team hat diese Zahlen im Kopf. Kompany wird seine Stars ab sofort genau mit diesen Zielen motivieren.
„Wir können noch besser werden. Unser Ziel ist es, die Grenze wieder höher zu setzen“, erklärte der Belgier und sprach die „schönen Dinge“ an, die in der Bundesliga in dieser Saison noch möglich sind. „Wenn wir den Fokus voll behalten: Wer weiß, wie viele Tore wir noch schießen? Wie viele Punkte wir noch holen?“ Nachlassen, wie es in der Vergangenheit nach gewonnenen Meisterschaften unter Pep Guardiola der Fall war, ist unter ihm nicht erlaubt. Im Gegenteil: „Es gibt keinen Grund, auch nur eine Sekunde lang etwas anderes zu tun. Vielleicht sogar noch mehr.“
In der kommenden Woche, die nicht von englischen Spielen geprägt ist, soll es damit beginnen. Der „große Kampf“ in Dortmund war spielerisch vielleicht keine Offenbarung, aber „für die Mentalität und den Zusammenhalt sind solche Spiele wichtig“, sagte Kapitän Kimmich. Gegen ein „Top-Team“ wie Dortmund zurückzukommen, „schweißt zusammen“ und bereitet auf die K.o.-Spiele vor. In Bergamo will man in acht Tagen wieder feiern. Und Kompany träumt still von Titeln, die eine andere Dimension haben. „Mini“ ist nicht seine Kragenweite.