Borussia Dortmund feiert Jubiläumssieg, doch Spieler sorgt für Aufregung

Borussia Dortmund feiert Jubiläumssieg, doch Spieler sorgt für Aufregung

Borussia Dortmund feierte einen Jubiläumssieg, doch das Fehlverhalten eines BVB-Spielers überschattete den Erfolg gegen Gladbach, was klare Konsequenzen von der Vereinsführung nach sich ziehen wird.

Dortmund – Am Tag des 116-jährigen Klubjubiläums gewann Borussia Dortmund mit 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach im Signal-Iduna-Park. Sportlich war es ein erfolgreicher Abschluss des Jahres, jedoch gibt es intern einen Vorfall aufzuarbeiten. Einer der BVB-Profis hatte einen unglücklichen Abend und ließ seinem Ärger unverständlich freien Lauf.

Auslöser war eine Szene kurz nach der Halbzeit, als Karim Adeyemi mit Gladbachs Kevin Diks aneinandergeriet. Es folgten hitzige Wortgefechte mit Gegenspielern und Schiedsrichter Sven Jablonski, die in einer Rudelbildung gipfelten. BVB-Trainer Niko Kovac reagierte umgehend und nahm den Flügelspieler in der 60. Minute vom Feld. Adeyemi wollte daraufhin wütend in die Kabine verschwinden, wurde jedoch von Sportdirektor Sebastian Kehl gestoppt und zurück auf die Bank geschickt.

Kehl äußerte sich nach dem Spiel bei Sky klar zu Adeyemis Wutausbruch: „Ich habe ihm gesagt: Er geht nicht in die Kabine, er setzt sich da hin. Und ehrlich gesagt war die Auswechslung total berechtigt.“ Adeyemi habe „kein gutes Spiel gemacht“, und es werde „über die Szene zu reden sein, er wird dafür eine Strafe bekommen“. „Diese Reaktion will ich nicht sehen, die will der Trainer nicht sehen, die will niemand sehen. Das gehört sich nicht und das weiß auch Karim“, betonte Kehl.

Eine Geldstrafe scheint daher unausweichlich. Trainer Kovac stellte sich hinter die Maßnahme und den Sportdirektor: „Ich halte diese Entscheidung für richtig. Wenn Karim sich das Spiel noch einmal anschaut, wird er sehen, dass es eines seiner schwächeren war. Das gehört auch dazu. Das muss er lernen.“ In den vergangenen Wochen hatte der BVB intern immer wieder über Auftreten und Disziplin gesprochen – Adeyemis Verhalten fällt nun umso mehr ins Gewicht.

Sportlich lief es für den BVB an diesem Abend jedoch rund. Bereits in der 10. Minute brachte Julian Brandt die Gastgeber in Führung, nachdem Niklas Süle von rechts geflankt hatte und Brandt am langen Pfosten per Volley traf. Das Tor hätte allerdings regeltechnisch nicht zählen dürfen, da Serhou Guirassy Philipp Sander im Strafraum zu Boden geworfen hatte.

„Das Spiel war hart umkämpft. Den nehmen wir am Ende eines langen Jahres gern mit“, sagte der Torschütze nach dem Spiel bei Sat.1. In der Nachspielzeit sorgte der für Adeyemi eingewechselte Maximilian Beier mit dem 2:0 für die Entscheidung.

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