Borussia Dortmund: Kaua Prates durchlebt schwierige Zeit vor Wechsel
Borussia Dortmund hat sich mit Kaua Prates ein vielversprechendes Talent gesichert. Der junge Linksverteidiger steht jedoch momentan vor Herausforderungen.
Dortmund – „Mit Kauã haben wir einen extrem talentierten Spieler für uns gewinnen können. Er ist noch sehr jung und zählt zu den besten Spielern in Südamerika.“ Mit diesen Worten lobte Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, den Neuzugang Kaua Prates Mitte Februar. Der Linksverteidiger wird ab Sommer für Borussia Dortmund spielen.
Die Freude über den Wechsel dürfte für den 17-Jährigen jedoch momentan gedämpft sein. Bei seinem aktuellen Verein, EC Cruzeiro Belo Horizonte, hat er seit der Bekanntgabe des Transfers am 19. Februar keine Rolle mehr im Team von Trainer Artur Jorge gespielt.
Während er zuvor sporadisch eingesetzt wurde, blieb er seitdem auf der Bank und musste zusehen, wie seine Teamkollegen in der Liga Schwierigkeiten haben. Nach zehn Spieltagen belegt das Team mit nur sieben Punkten den vorletzten Platz.
Auch in Dortmund wird man über diese Entwicklung besorgt sein. Man hatte gehofft, dass der talentierte Spieler bis zu seinem Wechsel im August wertvolle Erfahrungen sammeln würde. Bislang hatte er sich einen Platz im Team erarbeitet und stand bereits in drei Spielen in der Startelf. Einzig in einem Skandalspiel fiel er negativ auf, als er als einer von 23 Spielern die Rote Karte erhielt.
Positiv ist, dass Prates in der U20-Nationalmannschaft Brasiliens Spielpraxis sammeln konnte. Bei seinem Debüt in den Testspielen Ende März gegen Paraguay spielte er über die vollen 90 Minuten, im zweiten Spiel wurde er zur Halbzeit ausgewechselt. Diese Einsätze könnten bis zu seiner Ankunft in Dortmund am 12. August, wo er volljährig wird, seine einzigen Spielminuten bleiben, sofern der Trainer seine Meinung nicht ändert.
In Dortmund wird Prates möglicherweise zunächst in der Warteschlange stehen, doch die Chancen stehen gut, dass er dort eine bedeutendere Rolle einnehmen wird. „Mit seiner Zweikampfstärke, Robustheit und Mentalität wird er unsere Mannschaft in der kommenden Saison sicher bereichern“, äußerte sich der ehemalige Sportdirektor Sebastian Kehl.