Borussia Dortmund und RB Leipzig trennen sich mit 1:1
Am 6. Spieltag trennten sich Borussia Dortmund und RB Leipzig mit einem 1:1-Unentschieden – ein Resultat, das für den BVB enttäuschender ausfallen dürfte als für die Sachsen.
Im ausverkauften Signal Iduna Park, wo 81.365 Fans anwesend waren, blieb RB Leipzig auch im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage. Die Mannschaft von Ole Werner erzielte zunächst die Führung, doch beide Tore fielen in der ersten Halbzeit. Romulo erzielte zwar ein weiteres Tor für Leipzig, wurde jedoch aufgrund einer Abseitsposition zurückgepfiffen. Nach der Halbzeit hatten beide Teams Schwierigkeiten, ihre Chancen zu nutzen. Dortmund war näher daran, in Führung zu gehen, doch am Ende resultierte ein gerechtes Unentschieden.
Für die Partie gegen Dortmund fehlten neben Benjamin Henrichs (Achillessehne), Kosta Nedeljkovic (Knie), Max Finkgräfe (Knie) und Xaver Schlager (Wade) auch kurzfristig Timo Werner (muskuläre Beschwerden) und Kevin Kampl (krank).
Ole Werner berief zum dritten Mal in Folge Assan Ouedraogo in die Startelf, während Antonio Nusa nach seinem Unterarmbruch erstmals wieder von Beginn an spielte. Er ersetzte Yan Diomande in der ersten Elf, die sich im Vergleich zum Spiel gegen Wolfsburg nur minimal änderte.
Das Spiel entwickelte sich früh zu einem intensiven Duell, wobei beide Teams in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe agierten. Die Hausherren setzten auf ein hohes Pressing, um den Ballbesitz der Gäste zu stören. RB Leipzig reagierte jedoch aufmerksam, gewann viele zweite Bälle und befreite sich zunehmend aus dem Druck. Die erste Gelegenheit nutzte die Werner-Elf zur Führung: Nach einem hohen Ball von Nicolas Seiwald, der einem Freistoß folgte, setzte sich Assan Ouedraogo im Fünfmeterraum stark durch und legte für Christoph Baumgartner auf, der den Ball souverän ins Netz schob (7.). Dies war die ideale Antwort auf den verschossenen Elfmeter der Vorwoche gegen Wolfsburg.
Defensiv zeigte sich Leipzig über weite Strecken stabil, wirkte jedoch beim Dortmunder Ausgleich etwa eine Viertelstunde später unkoordiniert. Dortmund überspielte die Leipziger Abwehr mit einem hohen Ball, ein Mittel, das RB in früheren Spielen bereits Probleme bereitet hatte. Seiwald konnte den Pass von der Grundlinie nicht verhindern, Orban kam zu spät, und Couto traf aus etwa elf Metern (23.). Baumgartner lenkte den Ball unhaltbar für Gulacsi ab. Kurz darauf erzielten die Gäste zwar das vermeintliche 2:1: Nach einem starken Lauf von Nusa bediente dieser Romulo, der jedoch klar im Abseits stand (30.). Mit etwas Glück rettete sich RB schließlich mit dem 1:1 in die Halbzeitpause. David Raum verhinderte kurz vor dem Pausenpfiff (45.+3) mit einer Rettungsaktion gegen Adeyemi Schlimmeres – andernfalls hätte der Dortmunder frei aus drei Metern abschließen können.
Die Roten Bullen kamen mit viel Schwung aus der Kabine und erspielten sich in den ersten vier Minuten nach Wiederanpfiff gleich vier Abschlüsse, was das Torschussverhältnis rasch auf 10:6 drehte. Dortmund fand jedoch zurück ins Spiel und drängte RB phasenweise tief in die eigene Hälfte. Leipzig blieb ruhig, verteidigte kompakt und geschlossen – wie schon in den vorherigen Partien. Die Strategie lautete, kein zu hohes Risiko einzugehen, aber die richtigen Momente zu nutzen, um kontrolliert und vertikal von hinten heraus zu spielen. Dies beinahe fruchtete, als Baumgartner nach einem Pass von Raum aus rund 16 Metern abzog und nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbeischlenzte – Kobel wäre chancenlos gewesen.
Nur fünf Minuten später tauchte der eingewechselte Jobe Bellingham auf der Gegenseite vor dem Tor auf (82.), doch auch diese Möglichkeit blieb ungenutzt. Dortmund setzte die Gäste anschließend massiv unter Druck: Brandt scheiterte nur knapp (89.), kurz darauf parierte Gulacsi stark (90.+1) gegen Bensebaini. In der Schlussphase musste RB Leipzig erneut zittern, hielt jedoch stand. Nach der Länderspielpause empfängt RB dann den Hamburger SV am Samstag, den 18. Oktober, um 15:30 Uhr.