Borussia Dortmund verpasst Pflichtsieg gegen FK Bodö/Glimt
Borussia Dortmund hat in der Champions League den erhofften Pflichtsieg gegen den norwegischen Klub FK Bodö/Glimt verpasst. Nach dem Spiel wurde der Unmut deutlich geäußert.
Dortmund – Marco Reus hatte sich seine Rückkehr in den Borussia-Park sicherlich anders vorgestellt. Am Mittwochabend (10.12.) kam sein Ex-Klub in der Champions League nicht über ein Unentschieden gegen FK Bodö/Glimt hinaus. Das Spiel endete 2:2. Reus und Kevin Großkreutz verfolgten das Geschehen von der Südtribüne und wirkten ebenso frustriert wie die aktiven Spieler auf dem Platz.
Besonders Nico Schlotterbeck ließ nach dem Spiel seinem Unmut freien Lauf. „Winner-Mentalität bedeutet auch, das Spiel zu entscheiden“, erklärte der 26-Jährige im Interview mit DAZN. „Wir spielen Champions League und hätten hier auf 13 Punkte erhöhen können. Ich glaube, einigen war nicht klar, wie wichtig das ist. Daher ist das nicht nur bitter, sondern einfach schlecht.“
Schlotterbeck bezog sich auf seine Mitspieler, die von Cheftrainer Niko Kovac eingewechselt wurden. „Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball. Wenn man in der 60. Minute eingewechselt wird, erwarte ich 30 Minuten Volldampf“, kritisierte er. Seine deutlichen Worte fanden bei BVB-Boss Sebastian Kehl anscheinend wenig Verwunderung.
In der Mixed Zone erklärte Kehl, unter anderem gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports: „Zunächst einmal hat jeder Spieler das Recht, nach einem Spiel auch kritisch zu sein. Besonders, wenn sie die Probleme ansprechen und sich selbst hinterfragen.“
Kehl betonte, dass der Klub nach einer solch enttäuschenden Leistung ebenfalls eine kritische Selbstreflexion vornehmen müsse. „Das werden wir auf jeden Fall tun. Der Trainer hat es bereits getan. Am Ende müssen die Jungs sich bewusst sein, welche Chance wir hier vergeben haben. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und hatten die Möglichkeit, in der Tabelle auf 13 Punkte zu kommen“, sagte der 45-Jährige. Er sah die Verantwortung jedoch nicht nur bei den eingewechselten Spielern.
„Wir sind alle sehr enttäuscht und verärgert, und da kann die Luft auch mal raus sein. Es ist nicht nur ein Problem der Auswechselspieler [...]. Wir müssen dieses Spiel durchziehen, unabhängig davon, wer von Anfang an spielt oder eingewechselt wird.“ Mit einem Sieg hätte sich der BVB in den ersten acht, direkt qualifizierten Plätzen festsetzen können.