Borussia Mönchengladbach plant Rekord-Transfersummen im Sommer

Borussia Mönchengladbach plant Rekord-Transfersummen im Sommer

Borussia Mönchengladbach könnte im kommenden Sommer durch Verkäufe einen Rekordbetrag erzielen, doch es gibt einen erheblichen Haken.

Gladbach – Borussia Mönchengladbach befindet sich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell in einer herausfordernden Lage. Nach einem Verlust von 2,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024 werden auch für 2025 rote Zahlen erwartet. Der Wirtschaftsbericht wird am 27. April während der Mitgliederversammlung vorgestellt. Daher gewinnen die Transfererlöse im kommenden Sommer an Bedeutung und könnten historische Dimensionen erreichen.

Der bereits fixierte Verkauf von Rocco Reitz an RB Leipzig für etwa 20 Millionen Euro bildet den Grundstein. Doch dabei wird es voraussichtlich nicht bleiben: Auch Torhüter Moritz Nicolas, dessen Vertrag bis 2029 läuft, strebt einen Wechsel an und könnte eine zweistellige Millionensumme einbringen. Zudem könnte Joe Scally, laut Medienberichten, für sechs bis acht Millionen Euro verkauft werden.

Auf der Verkaufsliste stehen zudem prominente Namen wie Tomas Cvancara, Jonas Omlin, Fabio Chiarodia, Florian Neuhaus und Kevin Stöger. Auch Nico Elvedi könnte nach elf Jahren am Niederrhein, mit nur noch einem Jahr Restvertrag, den Verein verlassen. Sollte Gladbach insgesamt mehr als 45 Millionen Euro einnehmen, wäre dies der ertragreichste Transfersommer in der Vereinsgeschichte; der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2016 durch den Verkauf von Granit Xhaka.

Im aktuellen Kader schlummern zudem bereits Werte für die Zukunft. Wael Mohya, erst 17 Jahre alt, wird mit einem Marktwert von zehn Millionen Euro geführt und gilt als größtes Talent. Jens Castrop soll als Nachfolger von Reitz im zentralen Mittelfeld aufgebaut werden, und der erst 22-jährige Winterzugang Hugo Bolin bringt enormes Potenzial auf der Flügelposition mit.

Dennoch wird der Sommer für Sportchef Rouven Schröder offenbar eine Gratwanderung. Laut Sport Bild kann Gladbach von den bisher gesicherten 20 Millionen Euro für Rocco Reitz lediglich bis zu acht Millionen Euro in neue Spieler investieren. Der Rest fließt in die „Konsolidierung des Vereins“, also in Gehaltskosten, Lizenzierung und den Ausgleich der Verluste. Auch weitere Transfer-Einnahmen könnten hierfür verwendet werden.

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