Bukayo Saka führt England zu WM-Medaille mit Hattrick

Bukayo Saka führt England zu WM-Medaille mit Hattrick

Der englische Spieler Bukayo Saka krönt die Fußball-Weltmeisterschaft mit einem beeindruckenden Hattrick. Nationaltrainer Thomas Tuchel erfährt jedoch erst im Nachhinein von dieser Leistung.

In Miami verabschiedete sich die englische Nationalmannschaft mit einem Offensivfeuerwerk von der WM. Im Spiel um den dritten Platz setzte sich das Team unter der Leitung von Trainer Thomas Tuchel mit 6:4 gegen Frankreich durch und sicherte sich damit nach 60 Jahren wieder eine Medaille. Sakas herausragender Auftritt trug maßgeblich zu diesem Erfolg bei.

Der Rechtsaußen des FC Arsenal, der im Halbfinale gegen Argentinien nicht zum Einsatz gekommen war, zeigte sich in glänzender Form. Er war der Dreh- und Angelpunkt der Offensive und ließ die französische Abwehr alt aussehen. In der zwölften Minute erzielte er ein vermeintliches Tor zum 2:0, wurde jedoch wegen Abseits zurückgepfiffen.

25 Minuten später war es dann soweit: Bei einem hervorragend ausgespielten Konter überwand er zusammen mit Marcus Rashford die gegnerische Defensive und traf zum 3:0. Kurz vor der Halbzeit erhöhte der 24-Jährige mit einem präzisen Schuss aus 16 Metern ins rechte untere Eck. In der Schlussphase der Partie übernahm er Verantwortung und verwandelte einen Elfmeter zum 5:3.

Damit ist Saka der zweite Engländer nach Geoffrey Hurst, der in einem K.o.-Spiel einen Hattrick erzielte; Hurst gelang dies im WM-Finale 1966. Interessanterweise bemerkte Sakas Trainer Tuchel während des Spiels nicht, dass sein Spieler einen Hattrick erzielt hatte. „Ich war mir nicht einmal bewusst, dass er gerade einen Hattrick geschossen hat. Ich habe langsam den Überblick verloren“, erklärte Tuchel in einem Interview nach dem Spiel.

Trotzdem war Tuchel von Sakas Leistung begeistert. „Bukayo hat gezeigt, dass er ein Schlüsselspieler ist. Daran hatte ich nie einen Zweifel“, lobte er seinen Schützling. Allerdings stellt sich die Frage, ob Saka nicht mehr Einsatzzeiten hätte bekommen sollen, da er nur in vier Spielen in der Startelf stand.

Tuchel wies diese Bedenken jedoch zurück. „Nein. Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht. Die Spiele waren so fordernd. Wir waren gezwungen, Änderungen vorzunehmen“, betonte er. Letztlich bleibt es Spekulation, ob Saka die Niederlage gegen Argentinien hätte abwenden können und seinem Trainer damit einige Buhrufe erspart hätte.

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