Champions-League-Halbfinale: PSG ohne Bevorzugung durch Ligue 1

Champions-League-Halbfinale: PSG ohne Bevorzugung durch Ligue 1

Die Bevorzugung von Paris Saint-Germain durch die heimische Liga hat in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. Für das Champions-League-Halbfinale gegen den FC Bayern München ist jedoch nicht mit ähnlichen Vorzügen zu rechnen.

In der Champions-League-Saison könnte das bevorstehende Duell zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain als das Highlight gelten. Die beiden Mannschaften, die derzeit zu den besten der Welt zählen, treffen im Halbfinale aufeinander – nicht umsonst wird hinter vorgehaltener Hand bereits von einem vorgezogenen Finale gesprochen.

Im Gegensatz zu den vorherigen Runden kann Paris Saint-Germain jedoch nicht auf eine Bevorzugung durch die Ligue 1 hoffen. In den Achtel- und Viertelfinalspielen erhielt der amtierende Champions-League-Sieger eine Sonderbehandlung, die nicht nur national für Aufregung sorgte.

Zwischen den Duellen mit dem FC Chelsea und dem FC Liverpool hatte die Liga den Pariser Klub von wichtigen Spielen freigestellt, was direkte Auswirkungen auf den Meisterschaftskampf hatte. Zuletzt verschob der Ligaverband ein entscheidendes Spiel zwischen dem Tabellenführer PSG und dem zweitplatzierten RC Lens, um den beiden europäischen Teilnehmern „optimale Bedingungen“ zu bieten. Zuvor war bereits das Spiel gegen Nantes verlegt worden.

Für den RC Lens führte dies zu einer 15-tägigen Spielpause und einer deutlich dichteren Taktung der restlichen Spiele im Meisterschaftsrennen. Der Klub kritisierte die Liga scharf und äußerte in einem Vereinsstatement ein „besorgniserregendes Gefühl“, dass die französische Meisterschaft zunehmend zu einer Anpassungsvariable für die europäischen Erfordernisse einiger weniger degradiert wird. Zudem wurde eine „eigenartige Auffassung von sportlicher Fairness“ angeprangert.

Für die bevorstehenden Duelle gegen den FC Bayern München ist jedoch nicht mit einer ähnlichen Bevorzugung zu rechnen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Paris Saint-Germain durch das Hinspiel am Dienstag, dem 28. April, und das Rückspiel am Mittwoch, dem 6. Mai, zwei Tage mehr Pause hat als in den vorherigen Runden. Dazwischen steht am 2. Mai das Duell mit dem Aufsteiger FC Lorient auf dem Programm.

Eine Verlegung dieses Spiels ist jedoch kaum möglich, da der Spielplan für Paris Saint-Germain bereits keine weiteren Freiräume bietet. Bis zum Saisonende erwarten die Pariser durchgehend englische Wochen, insbesondere aufgrund der Verlegungen für die Champions-League-Spiele.

So dominant wie die Spiele im Achtel- und Viertelfinale (8:3 gegen Chelsea und 4:0 gegen Liverpool) verlaufen sind, wären diese Rückblicke möglicherweise nicht nötig gewesen. Eine Spielpause zwischen den Duellen mit dem FC Bayern, der im Hinspiel auf Trainer Vincent Kompany verzichten muss, wäre hingegen von großer Bedeutung gewesen. Insbesondere, da die Münchner im Gegensatz zum Hauptstadtklub die Meisterschaft in der heimischen Liga bereits vor den Duellen gesichert haben.

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