Champions-League-Reform führt zu mehr Toren und Kantersiegen

Champions-League-Reform führt zu mehr Toren und Kantersiegen

Die Reform der Champions League soll für mehr Spannung und Unterhaltung sorgen. Obwohl nicht jeder von dieser Neuerung überzeugt ist, bleibt die Königsklasse unterhaltsam.

München – Neben einer Vielzahl von Toren ist auch ein Anstieg der Kantersiege zu verzeichnen. Allein am vergangenen Spieltag kam es zu mehreren hohen Ergebnissen: Barcelona besiegte Olympiakos mit 6:1, PSV gewann gegen Neapel mit 6:2. Inter feierte einen 4:0-Sieg gegen Saint-Gilloise, während der FC Bayern Brügge ebenfalls mit 4:0 nach Hause schickte.

Außerdem gewann PSG mit 7:2 in Leverkusen, Arsenal setzte sich mit 4:0 gegen Atletico durch, und Chelsea sowie Liverpool triumphierten mit 5:1 über Ajax respektive Frankfurt. Dieser Trend beschränkt sich nicht nur auf den letzten Spieltag. Die Eintracht Frankfurt hat dreimal mit 5:1 gespielt, was diesen Trend eindrucksvoll bestätigt.

Bei der Suche nach Erklärungen führt kein Weg an der Champions-League-Reform im Sommer 2024 vorbei. Der kicker weist darauf hin, dass seit der Einführung der neuen Ligaphase 38 von 198 Partien mit einem Torunterschied von mindestens vier Toren endeten – das entspricht 19,2 Prozent. Zum Vergleich: In den vorherigen Gruppenphasen lag dieser Wert bei etwa zehn Prozent.

Die Spannung im neuen Modus ist offensichtlich, jedoch nicht unbedingt eine Steigerung der Qualität. Im Gegenteil, vier Teams mehr nehmen teil, und in der letzten Saison gab es einige Mannschaften, die keinen einzigen Sieg erringen konnten. Diese Teams werden oft zu leichten Gegnern für die Topmannschaften, die sich in der Breite kontinuierlich verbessern. Dies zeigt sich auch in der langen Saison.

Obwohl die UEFA versucht hat, diesem Ungleichgewicht durch den neuen Modus entgegenzuwirken – jedes Team zieht auch aus dem eigenen Lostopf zwei Gegner – bleiben die Klassenunterschiede teils erheblich. Ein Vergleich der finanziellen Mittel von Real Madrid oder PSG mit denen von Kairat Almaty oder Paphos ist nicht zielführend.

Zusätzlich wird das Torverhältnis immer wichtiger, was sich bereits in der letzten Saison in der Abschlusstabelle zeigte. All diese Faktoren spielen eine Rolle, wenn es darum geht, die Gründe für die hohe Anzahl an Toren und Kantersiegen zu ergründen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)

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