Chaotische Auseinandersetzung zwischen Fans von Dortmund und Schalke am Kölner Hauptbahnhof
Am Samstagmorgen sorgten Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04 für Chaos am Kölner Hauptbahnhof, als Hunderte Hooligans beider Lager in eine brutale Auseinandersetzung verwickelt wurden.
In den frühen Morgenstunden des 1. November kam es am Kölner Hauptbahnhof zu einem massiven Konflikt zwischen gewaltbereiten Anhängern von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Die Polizei musste mit Schlagstöcken und Pfefferspray eingreifen, um die Situation zu entschärfen.
Laut Berichten trafen gegen 6:15 Uhr am Hauptbahnhof rund 340 Schalker und ebenso viele Dortmunder Problemfans aufeinander. Die BVB-Anhänger waren mit dem ICE von ihrem 1:0-Auswärtssieg in Augsburg zurückgekehrt, während die Schalker in einem Sonderzug zu ihrem Spiel gegen den Karlsruher SC unterwegs waren.
Ein bislang unbekannter Schalke-Fan zog im Bahnhof auf Gleis 8 die Notbremse, woraufhin etwa 340 Schalker aus dem Zug stürmten. Kurz darauf eskalierte die Situation im Bereich der Tunnelpassage zwischen Gleis 4 und 5. Dabei kam es zu Schlägereien zwischen Gruppen von jeweils zehn Anhängern, die teilweise vermummt waren.
Die Bundespolizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um die verfeindeten Gruppen zu trennen. Ein Polizeibeamter wurde hierbei verletzt, mehrere Hooligans gingen durch den Einsatz von Pfefferspray zu Boden. Die Fangruppierungen wurden anschließend zu ihren jeweiligen Zügen geleitet.
Gemeinsam mit Kräften des Polizeipräsidiums Köln gelang es der Polizei, beide Lager zu trennen. Die Züge setzten ihre Fahrt fort, jedoch gab es keine Festnahmen. Die Polizei leitete jedoch Strafverfahren ein, unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Polizeibeamte und widerrechtlicher Betätigung der Notbremse.
Die Polizei vermutet, dass die Prügelei möglicherweise verabredet war. Sportlich endete das Wochenende für Borussia Dortmund erfolgreich mit einem 1:0 in Augsburg, während Schalke am Samstag in Karlsruhe eine 1:2-Niederlage hinnehmen musste. Dennoch überschatteten die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof die sportlichen Ergebnisse.