Cristiano Ronaldo darf beim WM-Auftakt für Portugal spielen
Cristiano Ronaldo wird beim WM-Auftakt für Portugal auflaufen dürfen. Nach einer Tätlichkeit im Qualifikationsspiel gegen Irland wurde die ursprünglich angedrohte Strafe vom Weltverband FIFA gemildert.
Im besagten Spiel sorgte Ronaldo für Aufregung, als er nach einem Ellbogenschlag gegen Dara O’Shea die Rote Karte erhielt. Solche Tätlichkeiten ziehen normalerweise eine Sperre von mindestens drei Spielen nach sich. Die FIFA überraschte jedoch mit einer milden Entscheidung: Der fünfmalige Weltfußballer erhielt nur eine Spielsperre und zwei weitere Spiele auf Bewährung.
Gemäß den FIFA-Regeln, insbesondere Kapitel 2, Artikel 14(i) des Disziplinarreglements, sind bei Tätlichkeiten wie Ellbogenstößen mindestens drei Spiele vorgesehen. Die Disziplinarkommission entschied jedoch anders, was beim portugiesischen Verband Erleichterung auslöste, der gegen eine längere Sperre Einspruch eingelegt hatte. Ronaldo hat die feste Sperre bereits beim 9:1-Sieg gegen Armenien abgesessen.
Die Entscheidung der FIFA wirft jedoch Fragen auf: Hat Ronaldo eine Sonderbehandlung erfahren? Kritiker argumentieren, dass die Bewährungsstrafe eine Ausnahme darstellt und möglicherweise durch Ronaldos Status als Fußball-Ikone beeinflusst wurde. Ein Nutzer auf X kommentierte: „Was für eine Überraschung. Die FIFA kümmert sich in ihrer üblichen heuchlerischen Art um ihre eigenen Interessen und stellt die Wünsche der Sponsoren über die Integrität des Spiels.“
Der portugiesische Verband zeigte sich mit der Entscheidung zufrieden, während ein weiterer Nutzer der FIFA Manipulation vorwarf: „Das ist die wahre Definition von manipuliert.“ Die irischen Fans reagierten bereits nach dem Platzverweis in Dublin mit „Messi“-Sprechchören, als Ronaldo das Feld verließ.
Ronaldo selbst äußerte sich nicht direkt zur Sperre, zeigte jedoch bei seinem Abgang höhnischen Applaus in Richtung der irischen Fans. Für den portugiesischen Kapitän, der in seinem 226. Länderspiel erstmals vom Platz flog, bedeutet die Entscheidung der FIFA, dass er beim WM-Auftakt in den USA, Kanada und Mexiko spielen kann – vorausgesetzt, er verhält sich während der Bewährungszeit tadellos.
Mit der Möglichkeit, bei der kommenden Weltmeisterschaft aufzulaufen, hat Ronaldo die Chance, Geschichte zu schreiben. Sollte er teilnehmen, wäre es seine sechste WM-Teilnahme – ein Rekord, den er mit Lionel Messi teilt. Die Fußballwelt wird gespannt beobachten, ob Ronaldo die Bewährungszeit ohne weitere Vorfälle übersteht und ob er bei der WM 2026 erneut für Furore sorgen kann.