Dan-Axel Zagadou vor möglichem Abschied vom VfB Stuttgart
Dan-Axel Zagadou erlebte gegen Werder Bremen einen enttäuschenden Nachmittag, der möglicherweise sein letzter Einsatz von Beginn an im Trikot des VfB Stuttgart gewesen sein könnte.
Stuttgart – Trainer Sebastian Hoeneß äußerte sich nach dem 1:1-Unentschieden zur Leistung von Zagadou und stellte klar: „Das kann er besser. Das weiß er.“ Der Spieler wurde nach einer schwachen ersten Hälfte ausgewechselt. Hoeneß fügte hinzu: „Wir haben Daxo schon in viel besseren Spielen gesehen.“ Zagadou wirkte zeitweise unbeholfen auf dem Platz und hatte in einigen Zweikämpfen Schwierigkeiten.
Fabian Wohlgemuth, der Sportvorstand, teilte diese Einschätzung und wollte dies „gar nicht verschweigen“. Dennoch erkannte er auch positive Aspekte: „Die Vertikalpässe im Spielaufbau haben sehr gut funktioniert.“ Auf die Frage, ob dies eine Bewerbung für einen neuen Vertrag sei, wollte sich Wohlgemuth nach dem Spiel nicht äußern.
Er betonte, dass er sich nicht an Spekulationen beteiligen wolle und erklärte: „Er war immer ein herausragender Athlet und ein extremes Vorbild innerhalb des Teams. Er hat sein 50. Spiel für den VfB Stuttgart absolviert, und unabhängig von seiner Leistung gegen Werder steht das für sich. Das möchte ich so stehen lassen.“
Fünfzehn Pflichtspiele für den VfB? Das ist tatsächlich bemerkenswert, da Zagadou seit September 2022 in Stuttgart unter Vertrag steht. Zum Vergleich: Finn Jeltsch, der erst im Januar 2025 zum VfB kam, hat bereits 49 Einsätze. Die geringere Anzahl an Spielen von Zagadou ist auf seine tragische Verletzungshistorie zurückzuführen.
Fünf schwere Knieverletzungen und zahlreiche muskuläre Rückschläge sind vermutlich zu viel, um beim VfB einen Vertrag über den Sommer hinaus zu erhalten. Laut Informationen von Absolut-Stuttgart hat sich jedenfalls nichts daran geändert, dass sich die Zeichen für Zagadou in Stuttgart auf Abschied richten. Die Schwaben könnten sich höchstens einen stark leistungsbezogenen Vertrag vorstellen.
Um den Vertrag zu verlängern, müsste der Verteidiger, der aktuell 3,5 Millionen Euro pro Jahr verdient, also auf viel Geld verzichten. Ob es zu dieser Wende kommt, bleibt abzuwarten. Andernfalls könnte es sein, dass Zagadou am vergangenen Sonntag seine letzte Partie im VfB-Dress von Beginn an bestritten hat, da wichtige Spiele im Kampf um die Champions League und das DFB-Pokalfinale bevorstehen, in denen andere Spieler den Vortritt erhalten dürften.