Daniel Thioune verspricht Besserung für die Saison 2026/27

Daniel Thioune verspricht Besserung für die Saison 2026/27

Daniel Thioune hat bei Werder Bremen einen geringeren Punkteschnitt als sein Vorgänger Horst Steffen, doch für die kommende Saison gibt der Trainer ein Versprechen ab.

Bremen – Nach dem letzten Saisonspiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund wurden im Weserstadion zwei Werte schnell miteinander verglichen: 0,95 und 0,93. Diese Zahlen beschreiben den Punkteschnitt, den die Trainer Horst Steffen und Daniel Thioune in der Saison 2025/26 pro Spiel erzielt haben. Der im Februar entlassene Steffen erzielte in 20 Partien 19 Punkte (0,95), während Thioune in 14 Spielen nur 13 Punkte (0,93) sammeln konnte. Diese Statistik spiegelt jedoch nicht die Umstände wider, unter denen die beiden Trainer arbeiteten. Während Steffen im Sommer Einfluss auf die Kaderplanung und Saisonvorbereitung hatte, übernahm Thioune in einer Krisensituation mit dem Ziel, den Verein zu stabilisieren.

Thioune gelang es, den Klassenerhalt zu sichern, doch das Ergebnis wirkt im Mai 2026 eher instabil und stark reparaturbedürftig. Der 51-Jährige ist sich der Herausforderungen bewusst, die vor ihm liegen. "Wir haben das Ganze gerade so über die Linie gedrückt", sagt Thioune nach der 0:2-Niederlage gegen Dortmund, und gibt zu, dass er auch verärgert ist. "Ich bin etwas angefressen, denn wir hatten die Möglichkeit, noch etwas zu reparieren. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mit einer positiven Vorstellung in die neue Saison gehen." Stattdessen hinterlassen drei Niederlagen in Folge (gegen Augsburg, Hoffenheim und Dortmund) einen negativen Eindruck zum Saisonabschluss.

Zusätzlich ist die Punktzahl nur minimal besser als die im Abstiegsjahr 2021 (32 gegenüber 31 Punkten). "Ich glaube nicht, dass es häufig vorkommt, dass man mit 32 Punkten noch drei andere Mannschaften hinter sich lässt", warnt Thioune und betont: "Wir haben das Minimalziel erreicht. Darüber kann ich mich nicht freuen, denn ich habe hohe Ansprüche an mich selbst. Ich dachte, wir wären weiter und könnten mehr Konstanz zeigen."

Thioune ist entschlossen, an diesen Aspekten zu arbeiten. Seine Prognose für die kommenden Monate klingt eher nach einer Großbaustelle als nach kleinen Anpassungen: "Ich bin gewillt, vieles in der neuen Saison zu verändern. Wir werden alle Bereiche hinterfragen." Der Trainer möchte sich die Vorfreude auf die Saison 2026/27 erarbeiten: "Die Freude kommt nach der Analyse in der Saisonvorbereitung, wenn wir es geschafft haben, der Mannschaft ein besseres Gesicht zu geben."

Thioune möchte ab dem ersten Pflichtspiel kein Lob mehr für "ordentliche" Leistungen erhalten. "Ich habe häufig gehört, dass unsere Spiele in Ordnung waren, aber sie waren nie gut. Daran müssen wir uns messen lassen – sowohl als Trainer als auch als Mannschaft." Der Trainer hofft, dass sich die Spieler, die unsicher sind, frühzeitig zu Werder bekennen. "Wir werden uns nicht für Spieler in den Sand werfen", betont er. Jeder Profi müsse eine klare Überzeugung haben, ob er für Werder Bremen spielen möchte. Das gilt auch für Mitchell Weiser, der seit längerem ein unterschriftsreifes Angebot vorliegt, aber noch zögert.

Thioune ist optimistisch, dass sich die offenen Fragen bald klären werden. Kurz nach dem Ende der Saison 2025/26 gab er bereits ein Versprechen für die Spielzeit 2026/27 ab: "So wie ich versprochen habe, dass wir nicht absteigen, sage ich, dass im neuen Jahr vieles besser sein wird als in dieser Saison." Ein Satz, der zur Wiedervorlage dient.

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