Debatte um Torhüter für die WM 2026: Atubolu sieht Chancen
Die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko nehmen allmählich Fahrt auf. Die deutsche Nationalmannschaft hat kürzlich ihre ersten Qualifikationsspiele mit mäßigem Erfolg absolviert, und die nächsten Partien stehen bereits in wenigen Wochen an. Mit dem bevorstehenden Sommer-Highlight rücken einige Personalfragen in den Fokus.
Eine der größten Baustellen im DFB-Team ist derzeit die Torhüterposition. In den letzten Spielen gegen die Slowakei (0:2) und Nordirland (3:1) setzte Bundestrainer Julian Nagelsmann auf Oliver Baumann im Tor. Ursprünglich hatte der Nationalcoach Marc-André ter Stegen als neue Nummer eins im deutschen Tor vorgesehen, doch der Keeper des FC Barcelona fällt aufgrund einer Rückenverletzung noch mehrere Monate aus.
Am vergangenen Wochenende sorgte auch Manuel Neuer für Aufsehen, als er nach dem 5:0-Sieg des FC Bayern gegen den Hamburger SV ein Comeback für die WM vehement ausschloss. Dies wirft die Frage auf: Welche Torhüter wird Nagelsmann zur WM mitnehmen? Neben Baumann nominierte der Trainer Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Finn Dahmen (FC Augsburg).
Ein weiterer talentierter Schlussmann, der sich Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme macht, ist Noah Atubolu, der Torhüter des SC Freiburg. Der 23-Jährige wird von vielen Experten als potenzieller Nationalkeeper angesehen und führte die U21 im Sommer ins EM-Finale. Für den gebürtigen Freiburger ist die WM 2026 das nächste logische Ziel.
„Es wäre seltsam, wenn ich mir keine Chancen ausrechnen würde, nach meinen letzten Monaten“, äußerte Atubolu selbstbewusst im ZDF-Sportstudio. Er hatte bereits in den letzten Länderspielen auf eine Nominierung gehofft, wurde jedoch nur auf Abruf berufen. Im kommenden Jahr könnte sich dies ändern, ist sich der Keeper sicher. „Ich habe noch Zeit. Und wenn das nicht klappt, ist mein langfristiges Ziel auf jeden Fall, Nationaltorwart zu werden.“
Atubolu strebt an, sich aus dem erweiterten Kreis der deutschen Nationaltorhüter in den engeren Kader zu spielen. Unterstützung erhielt er dabei von Manuel Neuer, der im Sportstudio betonte: „Ihm stehen alle Türen offen für die Zukunft.“ Dennoch bleibt Atubolu realistisch und sagt: „Wir haben grundsätzlich sehr gute deutsche Torhüter, da gibt es einen großen Pool. Am Ende entscheidet der Bundestrainer.“