Deutschland vs. Ecuador: Taktische Herausforderungen für die DFB-Elf

Deutschland vs. Ecuador: Taktische Herausforderungen für die DFB-Elf

Deutschland hat sich bereits als Gruppensieger qualifiziert. Dennoch warnt Taktik-Experte Sebastian Friedl vor den Umschaltspiel-Qualitäten des Gegners Ecuador.

München – Für Ecuador steht in dieser Partie alles auf dem Spiel. Neben ihrer soliden defensiven Disziplin müssen die Südamerikaner in der Offensive aktiver werden. Dass die Mannschaft in den ersten beiden Spielen noch kein Tor erzielt hat, ist auch auf Pech zurückzuführen: Sie trafen gleich viermal das Aluminium.

Das Team sollte keinesfalls unterschätzt werden, da es in der südamerikanischen WM-Qualifikation in 18 Spielen lediglich fünf Gegentore kassiert hat – und das gegen namhafte Gegner wie Argentinien und Brasilien. Die ecuadorianische Mannschaft ist an hohe Temperaturen gewöhnt und zeigt sich taktisch sehr flexibel, indem sie im Spielverlauf zwischen einer Dreier- und einer Viererkette wechselt.

„Wenn sie von Beginn an das Führungstor anstreben, könnte eine offensive Dreierkette zum Einsatz kommen. Setzen sie eher auf Konter, agieren sie defensiver in einer Viererkette“, erläutert der Taktik-Experte. Für die deutsche Offensive bietet das Spiel eine gute Gelegenheit, kreative Lösungen gegen verschiedene Defensivsysteme zu finden.

„Für Deutschland wird es gefährlich, wenn Ecuador ins Umschaltspiel kommt und schnelle vertikale Bälle spielt. Auch im eigenen Spielaufbau hatten sie zahlreiche Szenen, in denen sie Valencia in der Sturmspitze mit direkten, schnellen Pässen in die Tiefe einsetzten.“ Für die neu formierte deutsche Abwehr, die auf den schwer verletzten Nico Schlotterbeck verzichten muss, stellt dies „eine zusätzliche Hürde dar.“

Eine Schlüsselrolle im Mittelfeld kommt heute Aleksandar Pavlović zu. In den vergangenen Spielen war die Besetzung des Rückraums im Sechzehner bei Gegenangriffen defensiv nicht immer rechtzeitig gewährleistet. Da sein Mitspieler Felix Nmecha die offensivere Rolle einnimmt, muss Pavlović die defensive Absicherung gewährleisten, wenn Nmecha nach vorne zieht. Er agiert als absichernder Ankerspieler im Zentrum und sorgt für die notwendige Balance im deutschen Spiel.

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