DFB-Elf überzeugt im WM-Test gegen Finnland

DFB-Elf überzeugt im WM-Test gegen Finnland

Die deutsche Nationalmannschaft hat am Sonntagabend in Mainz mit 4:0 gegen Finnland gewonnen. Dieses Ergebnis war zwar zu erwarten, dürfte jedoch der Mannschaft einen positiven Schub für die bevorstehende WM geben. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Lennart Karl, der mit seinen 18 Jahren beeindruckte und DFB-Kapitän Joshua Kimmich nach dem Spiel ins Schwärmen brachte.

Kimmich erklärte, dass Karls überzeugender Auftritt vor allem auf dessen Unbekümmertheit zurückzuführen sei. „Die Erwartungshaltung von außen ist in diesem Moment noch nicht so groß“, sagte Kimmich im ZDF. „Er sollte diese Phase seiner Karriere genießen, denn er muss einfach auf den Platz gehen und Spaß haben. Die Verantwortung tragen die anderen.“

Seine Worte hatten einen väterlichen Ton, da Kimmich genau weiß, wie schnell diese besondere Phase im Fußballlebenslauf vorbei sein kann. Daher gab er Karl den klaren Auftrag, Risiken einzugehen, Bälle zu fordern und Abschlüsse zu suchen. „Solche Leistungen wie heute kommen dabei heraus“, so Kimmich.

Für den 31-Jährigen ist es ebenfalls entscheidend, dass die erfahrenen Spieler den jungen Talenten auf dem Platz das Vertrauen schenken, mutig zu agieren, auch wenn Fehler passieren. „Es bringt nichts, wenn man sich nicht traut“, betonte Kimmich und lobte seinen Teamkollegen beim FC Bayern München. „Genau solche Spieler wie Lenny brauchen wir: mutig, selbstbewusst und bereit, Verantwortung zu übernehmen.“ Dies hat Karl eindrucksvoll unter Beweis gestellt, unter anderem mit seiner Vorlage zum 3:0.

Allerdings war nicht jeder mit dem Abend zufrieden. ZDF-Experte Chris Kramer äußerte zuvor, dass man aus einem Testspiel wie diesem nicht viel mitnehmen könne. Eine Einschätzung, die Kimmich nicht teilt. „Was Chris daraus mitnimmt, ist mir eigentlich egal“, konterte der DFB-Kapitän im Interview mit dem ZDF.

Für Kimmich war der Abend jedoch alles andere als bedeutungslos. Er hob hervor, dass das Team „phasenweise“ sein Potenzial gezeigt habe – durch tiefes Verteidigen, hohes Pressing, Tore nach Standardsituationen und schnelles Umschalten. „Wir konnten einiges mitnehmen“, resümierte der 31-Jährige.

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