DFB-Frauen streben WM-Qualifikation 2027 ohne Kapitänin Gwinn an
Die DFB-Frauen haben die Möglichkeit, sich während der kommenden Länderspielpause für die WM 2027 in Brasilien zu qualifizieren. Allerdings wird die Mannschaft ohne ihre Kapitänin Giulia Gwinn antreten müssen.
Frankfurt – Bundestrainer Christian Wück hat seinen Kader für die letzte Länderspielpause der Gruppenphase der WM-Qualifikation nominiert. Während sich Bayern-Star Klara Bühl nach überstandenen Wadenproblemen rechtzeitig fit für die Spiele gegen Norwegen (5. Juni, 20:35 Uhr, ARD) und Slowenien (9. Juni, 18:00 Uhr, ZDF) meldete, wird Giulia Gwinn dem DFB fehlen.
Die 26-Jährige zog sich Mitte April in der letzten Länderspielpause beim 5:1-Sieg gegen Österreich eine Schulterverletzung zu. Nur eine Woche später kehrte sie beim FC Bayern zurück auf den Platz und sicherte den Münchnerinnen mit ihrem Treffer gegen Union Berlin die vierte Bundesliga-Meisterschaft in Folge. Auch beim 4:0-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Wolfsburg stand die Rechtsverteidigerin auf dem Feld.
Leider hat sich herausgestellt, dass die Verletzung schlimmer ist als zunächst angenommen. Gwinn kündigte an, dass sie die ausgekugelte Schulter aus der letzten Länderspielpause operativ behandeln lassen muss. Der Eingriff soll nach Pfingsten stattfinden und die Verletzung endgültig beheben.
Der Verlust von Gwinn ist für den DFB ein schwerer Rückschlag im Kampf um die direkte WM-Qualifikation. Nach vier Spielen belegt die Auswahl von Bundestrainer Wück mit starken zehn Punkten den ersten Platz in Gruppe A4. Dennoch liegt Norwegen, mit drei Siegen aus vier Spielen, dicht im Nacken der deutschen Nationalmannschaft.
In den direkten Duellen gegen Norwegen und im Quali-Finale gegen Slowenien dürfen sich die DFB-Frauen keine Fehler erlauben. Sollte Deutschland auf den zweiten Platz abrutschen, müsste der zweimalige Fußball-Weltmeister über eine Playoff-Runde um die Teilnahme an der WM 2027 kämpfen.
Bundestrainer Wück will es jedoch nicht so weit kommen lassen. Die Mannschaft hat sich das klare Ziel gesetzt, mit „maximaler Konzentration, Leidenschaft und Teamgeist“ die Gruppe auf dem ersten Platz zu beenden und die direkte WM-Teilnahme zu sichern – auch ohne die verletzte Kapitänin Gwinn.