DFB-Spiel bei der WM: Ein Blick auf die Niagarafälle

DFB-Spiel bei der WM: Ein Blick auf die Niagarafälle

Das DFB-Spiel bei der WM in Toronto hat unsere Reporter auf einen touristischen Ausflug geführt, der einige Fragen aufwirft. Hier ist das WM-Tagebuch.

Niagara Falls – Wenn man beruflich unterwegs ist, bleibt oft wenig Zeit für touristische Entdeckungen. So erinnere ich mich an die Olympischen Spiele 2004 in Athen, wo ich erst am 17. Tag meiner 20-tägigen Reise die Akropolis zu Gesicht bekam – und das nur aus dem Bus.

Im Rahmen der WM 2026 führte der Weg von Toronto nach New York über die berühmten Niagarafälle. Wir kamen spät an, blieben über Nacht und setzten unsere Reise früh am Morgen fort. Durch das Busfenster erblickte ich kurz die weiße Gischt der Wasserfälle. Doch zählt das bereits als Besuch?

Deshalb stand ich am Abreisetag früh auf und joggte zu den Wasserfällen. Man hat bereits ein Bild dieser Location im Kopf, vor allem aus vielen Filmen, in denen ein Floß auf den Abgrund zutreibt und die Rettung naht. Auch der Film „Niagara“ mit Marilyn Monroe kommt mir in den Sinn.

„Vor der grandiosen Kulisse der Niagarafälle wird ihre erotische Ausstrahlung eindrucksvoll in Szene gesetzt“, heißt es bei Wikipedia. Doch als ich schließlich vor den echten Niagarafällen stehe, ist die Kurzbeschreibung klar: Wasser stürzt herab, einmal links, einmal rechts. Es spritzt gewaltig, und nach wenigen Minuten hat man das Wesentliche erfasst.

Natürlich gibt es hier mehr zu erleben als nur das Zuschauen. Man kann Boot fahren oder den Aufzug unter einem der Wasserfälle nutzen. Allerdings muss ich sagen, dass der Wasserfall in Bad Gastein nicht weniger schön ist. Ein Verdacht bleibt: Vielleicht kommen so viele Menschen – und es waren zahlreiche WM-Trikotträger unterwegs – nach Niagara Falls nicht nur wegen der Wasserfälle, sondern auch wegen des Casinos und weil es sich um eine Duty-Free-Zone handelt.

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