DFB-Trainer Nagelsmann zufrieden nach WM-Test gegen USA
DFB-Trainer Julian Nagelsmann zeigt sich trotz einiger Schwächen im WM-Test gegen die USA zufrieden. In der Startaufstellung sind kaum noch Änderungen zu erwarten.
Chicago – Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letztes Testspiel vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 mit 2:1 gegen den WM-Gastgeber USA gewonnen. Obwohl einige Mängel im deutschen Spiel erkennbar waren, äußerte sich Nagelsmann nach dem Spiel zufrieden und gab einen Ausblick auf die Startelf für das Auftaktspiel.
Am RTL-Mikrofon sprach Nagelsmann über die „gewisse Idee“, die er und sein Trainerteam verfolgen, und die man auch in den beiden Testspielen gegen Finnland und die USA erkennen konnte. Seine logische Schlussfolgerung als Bundestrainer: „Ich werde jetzt nicht von der ersten Elf heute noch acht Spieler Richtung Curaçao wechseln.“
Eine große Rotation hatte jedoch niemand ernsthaft erwartet. Nach dem Sieg gegen Finnland gab es vor dem USA-Spiel lediglich zwei Änderungen in der Startelf. Leroy Sané ersetzte Lennart Karl, was aufgrund des WM-Ausfalls des Bayern-Youngsters notwendig war. Die zweite Änderung betraf die Sturmspitze, wo Kai Havertz für Deniz Undav auflief und sofort überzeugte.
In der 2. Minute erzielte Havertz den Führungstreffer und lieferte eine starke Leistung ab. Damit scheint die Spitze im Sturm vergeben zu sein. Auch im Mittelfeld haben sich die meisten Spieler festgespielt. Einzig Jamie Leweling könnte noch für Leroy Sané in die Startelf rutschen. Doch Sané bewies gegen die USA erneut, dass er auch ohne herausragende Leistung einen entscheidenden Treffer erzielen kann – eine wertvolle Eigenschaft bei einer Fußball-WM.
Die Position des Linksverteidigers bleibt hingegen umstritten, da Nene Brown und David Raum in einem engen Wettkampf stehen. Die Ablösung von Oliver Baumann durch Manuel Neuer ist hingegen beschlossene Sache, es sei denn, Neuer wird nicht rechtzeitig fit. Daher dürften mindestens acht Spieler auch gegen Curaçao in der Startelf stehen, die bereits jetzt einen klaren Auftrag von Nagelsmann erhalten haben.
Obwohl Nagelsmann mit dem Testsieg gegen die USA zufrieden war, hatte er dennoch einen Kritikpunkt. Zur dominanten Anfangsviertelstunde sagte er nach dem Spiel: „Die ersten 15 Minuten waren wieder sehr, sehr gut. Da müssen wir aus so einer Überlegenheit auch einfach mal ein Tor machen.“ Eine durchaus berechtigte Anmerkung, wenn man die hochkarätige deutsche Offensivreihe betrachtet.