Die Zukunft der DFB-Stars nach der WM 2026
Eine Generation von DFB-Spielern hat im Vereinsfußball alles gewonnen, doch mit der Nationalmannschaft blieben historische Chancen ungenutzt. Nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 herrscht in Fußball-Deutschland große Enttäuschung. Die Niederlage gegen Paraguay hat die Titelträume der Spieler jäh zerschlagen und die Diskussion um die Zukunft dieser erfolgreichen Spieler angestoßen.
Trotz ihrer Erfolge in der Champions League und nationalen Meisterschaften fehlt den DFB-Stars der große Moment im Nationaltrikot. Das Potenzial der Mannschaft wurde erneut nicht ausgeschöpft, was die Frage aufwirft, ob Spieler wie Antonio Rüdiger, Joshua Kimmich und andere unter Trainer Julian Nagelsmann oder dessen Nachfolger noch eine Rolle in der Nationalmannschaft spielen werden.
Antonio Rüdiger, der bei Real Madrid und zuvor beim FC Chelsea mehrere Titel, darunter zwei Champions-League-Siege, gefeiert hat, steht exemplarisch für diese Zerrissenheit. Während er im Verein erfolgreich war, sorgten seine hitzigen Auftritte im DFB-Trikot immer wieder für Kritik. Nach der jüngsten WM-Enttäuschung erscheint ein Rücktritt realistischer als ein weiterer Versuch, bei einem großen Turnier erfolgreich zu sein.
Joshua Kimmich hat mit dem FC Bayern zahlreiche Titel gewonnen, das Triple im Jahr 2020 bleibt sein Karrierehöhepunkt. Im DFB-Trikot musste der Mittelfeldspieler jedoch häufig als Rechtsverteidiger Kompromisse eingehen. Es bleibt unklar, ob Kimmich 2028 mit 33 Jahren noch eine Rolle für die Nationalmannschaft spielen wird, ein freiwilliger Rückzug scheint jedoch unwahrscheinlich, insbesondere nach seinen jüngsten Äußerungen.
Leon Goretzka, ebenfalls Teil der Triple-Helden des FC Bayern, spielte bei der WM nur eine Nebenrolle. Mit einem möglichen Abschied aus der Bundesliga könnte sich auch seine Chance verringern, als erfahrene Führungskraft für die Nationalmannschaft nominiert zu werden. Die Entwicklungen bleiben abzuwarten.
Kai Havertz, der mit Arsenal London kürzlich englischer Meister wurde, hat zuvor bereits mit Chelsea die Champions League gewonnen. In der DFB-Auswahl blieb er jedoch hinter den Erwartungen zurück, trotz dreier Turniertore. Besonders in Erinnerung bleibt sein Fehlschuss im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Mit 27 Jahren hat Havertz jedoch gute Chancen, langfristig im DFB-Team zu bleiben.
Leroy Sané suchte 2025 bei Galatasaray Istanbul einen Neuanfang, doch seine Leistung bleibt umstritten, ebenso wie zuvor in München. Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte bei der WM 2026 dennoch auf ihn, wobei seine unbeständige Leistung dazu führen könnte, dass Sané in Zukunft eher als Joker denn als Stammspieler eingesetzt wird.
Die Diskussionen um den Bundestrainer nehmen zu: Nach dem WM-Aus kommen immer mehr interne Informationen aus dem DFB-Umfeld ans Licht. Selbst eine Radtour von Julian Nagelsmann und seiner Frau Lena sorgte für Unverständnis im deutschen WM-Camp in Winston-Salem, USA.