Drastische Maßnahmen nach enttäuschendem Afrika-Cup für Gabun
Nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Afrika-Cup hat der gabunische Sportminister Simplice-Désiré Mamboula umfassende Maßnahmen ergriffen, die weitreichende Konsequenzen für die nationale Fußballmannschaft haben.
Libreville – Die gabunische Fußball-Nationalmannschaft steht vor einem Scherbenhaufen. Nach den enttäuschenden Ergebnissen beim Afrika-Cup wurde das Trainerteam unter Thierry Mouyouma aufgelöst, und die Nationalmannschaft selbst wurde bis auf Weiteres suspendiert.
Besonders brisant ist, dass diese Entscheidung auch den Starspieler Pierre-Emerick Aubameyang betrifft, der zuvor für Borussia Dortmund spielte. „Angesichts der beschämenden Leistung der Panthères hat die Regierung beschlossen, den Trainerstab zu entlassen, die Nationalmannschaft bis auf Weiteres zu suspendieren und die Spieler Bruno Ecuele Manga und Pierre-Emerick Aubameyang aus dem Kader zu nehmen“, erklärte Mamboula in einem Interview im gabunischen Fernsehen.
Sportlich lief es für Gabun beim Afrika-Cup alles andere als geplant. Das Team schied nach drei Niederlagen in der Vorrunde gegen Mosambik, Kamerun und die Elfenbeinküste ohne Punktgewinn aus. Besonders bitter war das letzte Spiel gegen die Elfenbeinküste, in dem Gabun eine Zwei-Tore-Führung in der Schlussphase verspielte. Mamboula betonte, dass die Leistungen der Mannschaft den „ethischen Werten des Landes und dem Vorbildcharakter zuwiderlaufen“.
Pierre-Emerick Aubameyang, der bereits nach zwei Spielen verletzungsbedingt abreiste, könnte seine Karriere in der Nationalmannschaft damit beendet haben. Der Stürmer von Olympique Marseille hatte das Turnier bereits vor dem letzten bedeutungslosen Spiel für Gabun verlassen. „Ich glaube, dass die Probleme des Teams viel tiefer liegen“, äußerte Aubameyang auf der Plattform X.
Aubameyang spielte von 2013 bis 2018 für den BVB und konnte mit den Schwarz-Gelben den DFB-Pokal sowie die Torjägerkanone in der Bundesliga (mit 31 Treffern) gewinnen. Ob der mittlerweile 36-Jährige nach den radikalen Maßnahmen des Sportministers nochmals das Trikot seines Heimatlandes tragen wird, bleibt abzuwarten. Auch die Zukunft des Nationalteams ist ungewiss, da Mamboula keine Informationen zu möglichen Reformen oder einem neuen Trainer gab.
Für die Qualifikation zum Afrika-Cup 2027, die im März 2026 beginnt, sind nicht nur neue Namen, sondern auch ein neuer Plan erforderlich. Ob Aubameyang und andere erfahrene Spieler in Zukunft noch eine Rolle spielen werden, bleibt derzeit unklar. Die kommenden Monate könnten entscheidend für die Zukunft des gabunischen Fußballs sein.