Eintracht Frankfurt: Auf der Suche nach dem ersten Stürmertor
Eintracht Frankfurt hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Sturmreihe gehabt, doch aktuell befindet sich das Team in einer schwierigen Phase. Sportvorstand Markus Krösche betont, dass Geduld gefragt ist.
Die Partie gegen Bayer Leverkusen endete am Freitagabend erneut enttäuschend für Eintracht Frankfurt. Nach der 1:3-Niederlage bleibt das Warten auf den ersten Sieg seit 2013 bestehen. Selbst eine fast 38-minütige Überzahl konnte Trainer Dino Toppmöllers Mannschaft nicht zum Erfolg verhelfen.
Bei der Analyse der Niederlage liegt der Fokus auch auf dem Angriff. Jonathan Burkardt hatte in seinen 83 Minuten auf dem Platz lediglich 17 Ballkontakte. Einmal hatte er die Chance, im Strafraum abzuschließen, konnte jedoch eine vielversprechende Flanke von Jean-Matteo Bahoya nicht verwerten (37. Minute). Dies war letztlich das einzige Lebenszeichen des 25-Jährigen.
Da auch die eingewechselten Stürmer Michy Batshuayi und Elye Wahi nicht trafen, bleibt Eintracht Frankfurt nach drei Spieltagen ohne Treffer von einem Angreifer. „Es war nicht einfach für Jonny. Leverkusen hat das Zentrum gut geschlossen. Das war kein leichtes Spiel für ihn“, erklärte Markus Krösche nach dem Spiel in der Mixed Zone.
„Offensivspieler benötigen Zeit, um sich an Abläufe und Automatismen zu gewöhnen“, fügte Krösche hinzu. Toppmöller ergänzte: „Am Ende ist es eine Frage des Rhythmus. Jonny hatte vor der Länderspielpause mit Rückenproblemen zu kämpfen.“ Zudem habe Leverkusen mit Jarell Quansah, Edmond Tapsoba und Loic Badé überdurchschnittliche Qualität.
In den vergangenen Jahren war Frankfurt im Angriff sehr verwöhnt. Spieler wie André Silva, Europa-League-Held Rafael Borré, Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké sorgten für Spektakel und herausragende Leistungen. Doch auch diese Angreifer benötigten Zeit, um sich zu etablieren.
Fragt man sich, wann bei den aktuellen Hoffnungsträgern Burkardt und Wahi der Knoten platzt? Bisher konnten die Kollegen die Durststrecke im Angriff kompensieren. Vor allem Can Uzun (drei Tore und zwei Vorlagen), Ritsu Doan und Jean-Matteo Bahoya (jeweils zwei Tore und eine Vorlage) haben in dieser Phase wichtige Beiträge geleistet. Es ist entscheidend, die Tore auf mehrere Schultern zu verteilen.
Ohne Tore von den Stürmern wird es jedoch langfristig schwierig. Nach der Niederlage in Leverkusen gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Jede Minute auf dem Platz hilft dabei, die Mechanismen weiter zu verfeinern. Stürmer benötigen Selbstvertrauen und Unterstützung von ihren Mitspielern – das gilt für Batshuayi, Burkardt und Wahi. Die nächste Chance steht bereits vor der Tür.
Am Donnerstagabend um 21 Uhr beginnt die Champions-League-Saison. Die Eintracht empfängt den türkischen Meister Galatasaray Istanbul zum Auftakt. Burkardt wird dabei sein Debüt in der Königsklasse feiern. Ob er auf internationaler Bühne glänzen kann? Die Eintracht hofft sehnlichst auf Tore von ihren drei Angreifern.