Eintracht Frankfurt bleibt ohne Fortschritte unter Trainer Riera

Eintracht Frankfurt bleibt ohne Fortschritte unter Trainer Riera

Eintracht Frankfurt hat in dieser Saison weiterhin Schwierigkeiten, Fortschritte zu erzielen. Auch unter Trainer Albert Riera sind nennenswerte Verbesserungen bisher ausgeblieben.

In einem spannenden Nachbarschaftsduell erzielte der FSV Mainz 05 in der 89. Minute den entscheidenden 2:1-Siegtreffer gegen Eintracht Frankfurt. Für die Rheinhessen war dieser Erfolg ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt, während Trainer Urs Fischer von einer „perfekten Woche“ sprach.

Im Gegensatz dazu war die Stimmung bei Eintracht-Coach Albert Riera ganz anders. Die Enttäuschung war deutlich zu spüren, als die Spieler nach dem Schlusspfiff durch die Katakomben schritten. Anstatt den Abstand zu den Top sechs Teams zu verkürzen, hat sich der Rückstand auf den SC Freiburg auf nur einen Punkt verringert.

Besonders besorgniserregend war erneut die schwache Leistung der Frankfurter. Schon die Startaufstellung sorgte für Fragen: Arnaud Kalimuendo musste auf den Flügel ausweichen, während Ritsu Doan im Zentrum agierte. Warum setzt Riera seine Spieler nicht auf ihren besten Positionen ein? Der Ausgleichstreffer, erzielt durch Jean-Matteo Bahoya und Nathaniel Brown, war der einzige Lichtblick in einer schwachen ersten Halbzeit.

Mainz nutzte die bekannten Schwächen in der Defensive der Eintracht aus. Der frühe Gegentreffer fiel, weil es an Zugriff und Zuordnung mangelte. Der Traum, viermal in Folge zu null zu spielen, zerplatzte bereits in der sechsten Minute. Mainz hatte früh die Oberhand gewonnen.

Die Reaktion der Frankfurter fiel insgesamt zu zaghaft aus. Trainer Fischer stellte fest: „Die Eintracht hatte viel Ballbesitz, aber kam nicht in die gefährliche Zone.“ Frankfurt war nur selten gefährlich und hatte große Probleme gegen defensiv agierende Gegner. Mainz verteidigte im 5-4-1-System sehr kompakt, und die Hessen fanden keine Lösungen.

Auch die Umstellung auf eine Doppelspitze und der Einsatz offensiver Spieler führten nicht zu einem Torerfolg. Sportvorstand Markus Krösche räumte ein: „Mainz war definitv giftiger. Sie haben gut umgeschaltet. Wir hatten viel Ballbesitz, aber keine Durchschlagskraft.“ Das gleiche Muster zeigt sich immer wieder bei den Frankfurtern.

Die Probleme lassen sich auch unter dem neuen Trainer nicht so schnell beheben, wie erhofft. Besonders auswärts läuft es für die Eintracht gar nicht. Der letzte Auswärtssieg datiert vom Ende November in Köln (4:3). In den folgenden acht Bundesliga-Partien gab es vier Remis und vier Niederlagen.

Die Frankfurter agieren insgesamt zu langsam und unentschlossen. Es mangelt an Überraschungsmomenten, Kreativität, Intensität und Laufbereitschaft. Trotz Doppelbelastung konnten die Mainzer in der Schlussphase zulegen und liefen rund vier Kilometer mehr. Riera hatte auf einen nachlassenden Gegner spekuliert, doch die Realität sah anders aus.

In Teilen des Umfelds schwindet die Geduld mit den Leistungen des Teams. Riera selbst hat bereits betont, dass er eine Vorbereitung und Transferperiode benötige. Er sprach von „harten Entscheidungen“, die im Sommer getroffen werden müssen, was auf einen erheblichen Umbruch hindeutet. Das Gesicht des Teams muss sich verändern.

Bis es zu diesem Umbruch kommt, gilt es jedoch, die notwendigen Punkte zu sammeln, um den siebten Platz zu verteidigen. Dieser Platz lässt weiterhin drei Möglichkeiten offen: Europa League, Conference League oder kein internationaler Wettbewerb. Die Frankfurter stehen vor entscheidenden Wochen, und die Qualifikation für Europa ist in ihrer aktuellen Form gefährdet.

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