Eintracht Frankfurt: Nathaniel Brown wird sechster Kapitän unter Trainer Albert Riera
Trainer Albert Riera hat bei Eintracht Frankfurt seinen Führungszirkel komplettiert, indem er Nathaniel Brown zum sechsten Kapitän ernannt hat. Diese Wahl ist ein bedeutendes Zeichen für das Team.
Nach seiner Ankunft bei Eintracht Frankfurt hatte Riera angekündigt, einen weiteren Kapitän zu wählen, um einen Spieler zu unterstützen, der zusätzliche Motivation benötigt. Die Entscheidung fiel auf Nathaniel Brown, dessen Rolle unter Riera immer zentraler geworden ist.
Der Linksfuß spielt sowohl als Linksverteidiger als auch im zentralen Mittelfeld. In den letzten Spielen erzielte er die ersten Tore gegen Berlin (1:1) und Borussia Mönchengladbach (3:0). Riera lobte Brown und sagte: „Er hat keine Grenzen.“
Diese Ernennung ist ein weiterer Schritt in Browns Entwicklung. Im Sommer 2024 wechselte der gebürtige Amberger für rund drei Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zu Eintracht Frankfurt und zeigte sich als Gewinner der Vorbereitung. Allerdings verlief seine Generalprobe beim FC Valencia (2:3) unglücklich, wodurch er im Konkurrenzkampf hinter Arthur Theate und Niels Nkounkou zurückfiel.
Der ehemalige Trainer Dino Toppmöller ging sogar so weit, Brown nicht für den Europa-League-Kader zu nominieren, was für den Nationalspieler eine schmerzhafte Entscheidung war. Während viele Spieler an solcher Kritik zerbrochen wären, blieb Brown hartnäckig und arbeitete weiter an sich.
Toppmöller lobte ihn im Winter 2024 und betonte, dass Browns mentale Stärke ihn durch diese schwierigen Zeiten getragen hat. Mit seinem aktuellen Potenzial könnte Brown der teuerste Linksverteidiger aller Zeiten werden, da der Europameister Marc Cucurella einst für 65 Millionen Euro zu Chelsea wechselte.
Mit 63 Pflichtspielen, sechs Toren und 13 Vorlagen zählt Brown zu den besten Spielern auf seiner Position. Sollte er unter Riera noch zielstrebiger und torgefährlicher werden, könnte er kaum noch aufzuhalten sein. Brown ist ein Vorbild für Resilienz und Ehrgeiz.
Besonders bemerkenswert ist seine Zweikampfquote in der Champions League, wo er 73 Prozent seiner direkten Duelle gewann. Seine Spielfreude, strategische Intelligenz und Sprintgeschwindigkeit von nahezu 36 km/h heben ihn hervor. Selbst in schwierigen Phasen behielt er stets die Übersicht und überzeugte.
Riera hat das Potenzial Browns schnell erkannt und möchte noch mehr aus ihm herausholen. Bei der Eröffnungspressekonferenz äußerte Riera, obwohl er das Team in den Vordergrund stellen wollte, einen lobenden Satz über Brown: „Nene ist ein fantastischer Spieler.”
Brown wird als Schlüsselspieler für Eintracht Frankfurt angesehen, besonders im anstehenden Duell gegen den FC Bayern München am Samstagnachmittag. Die Frage bleibt, ob er erneut Michael Olise in den Griff bekommen kann, wie es bereits im Hinspiel der Fall war. Sportvorstand Markus Krösche betonte: „Nene hat eine unglaubliche Entwicklung hinter sich, vor allem in Bezug auf Verteidigung und Defensivverhalten.” Wird er erneut eine Glanzleistung zeigen?