Eintracht Frankfurt optimiert Kader nach erstem Bundesliga-Sieg
Die Eintracht Frankfurt hat sich nach dem ersten Sieg der 63. Bundesligasaison dazu entschlossen, die Erwartungen zu dämpfen und den Kader zu optimieren.
Frankfurt – Nach einem überzeugenden 4:1-Sieg zum Auftakt gegen Werder Bremen war Trainer Dino Toppmöller bemüht, die Euphorie im Zaum zu halten. Diverse Experten und ehemalige Profis, darunter der legendäre Lothar Matthäus sowie die Podcaster Martin Harnik und Max Kruse, sehen die Eintracht in der Spitzengruppe der Liga und trauen ihr sogar die Vizemeisterschaft zu. Doch Toppmöller betont, dass es nur um drei Punkte gehe und das Spiel bereits Geschichte sei.
„Wir müssen die Dinge richtig einordnen“, erklärte der 44-Jährige. Nach nur einem Spiel sei es verfrüht, Rückschlüsse auf die Endplatzierung zu ziehen. Die Saison sei lang und mit zahlreichen Herausforderungen, einschließlich der Champions League und intensiven Englischen Wochen, gespickt. Zudem war Werder Bremen, stark geschwächt, kein geeigneter Maßstab für die Leistung der Eintracht.
Dennoch gibt es positive Erkenntnisse, die man registrieren sollte. Die Flügelspieler Ritsu Doan und Jean-Matteo Bahoya zeigten vielversprechende Ansätze. Neuzugang Doan glänzte in seinem ersten Pflichtspiel, während Bahoya gegen Bremen Akzente setzte.
Ansgar Knauff, der erst spät eingewechselt wurde, erzielte das entscheidende Tor zum 4:1 und demonstrierte damit seine Fähigkeiten. Die Freude seiner Mitspieler, insbesondere die von Fares Chaibi, spricht für den positiven Teamgeist.
„Das Tor war wichtig, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Ich bin bereit für mehr“, sagte Knauff, der trotz seiner jungen Jahre bereits 138 Pflichtspiele für die Eintracht absolviert hat. Er betonte die Stärke der Flügelspieler und die gegenseitige Motivation im Team.
„Wir haben viele Spiele, alle werden ihre Chancen bekommen“, fügte er hinzu. Trainer Toppmöller zeigt sich optimistisch bezüglich Knauffs Einsatzzeit: „Ansgar ist eine Allzweckwaffe und vielseitig einsetzbar.“
Toppmöller brachte zudem Elye Wahi und Oscar Hojlund ins Spiel, sowie Mario Götze und Nathaniel Brown, die nach Verletzungen noch nicht in Topform sind. Dies zeigt die verbesserte Kaderbreite, was für die drei Wettbewerbe, in denen die Eintracht spielt, von großer Bedeutung ist. Sportvorstand Markus Krösche äußerte: „Wir können Impulse von der Bank bringen und uns besser wechseln.“
Im Tor könnte es nach der ersten Bundesliga-Pause zu einem Wechsel kommen, da Kaua Santos von Michael Zetterer ersetzt werden soll. Zetterer ist ein zuverlässiger Backup, der bei Bedarf einspringen kann.
Der Kader ist noch nicht final. Manager Krösche arbeitet an der Optimierung, wobei Spieler wie Mo Dahoud, Hrvoje Smolcic und Eric Dina Ebimbe abgegeben werden sollen. Auch Aurelio Buta und Niels Nkounkou könnten den Verein verlassen.
Rückkehrer Elias Baum soll, wenn überhaupt, nur verliehen werden. „Wir sind sehr zufrieden mit Elias“, sagte Krösche und deutete an, dass ein einjähriger Leihvertrag sinnvoll sein könnte.
Auf der Zugangsseite plant die Eintracht, einen Defensivspieler zu verpflichten, der sowohl in der Abwehr als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. Der Name Wataru Endo von Liverpool wird immer wieder genannt, auch wenn der 32-Jährige nicht die bevorzugte Wahl ist. Krösche strebt einen jüngeren, entwicklungsfähigen Spieler an.
Auch im Angriff könnte es vor dem Ende des Transferfensters am 1. September noch Veränderungen geben. Die Rolle von Michy Batshuayi als dritter Stürmer wird entscheidend sein, da er gegen Bremen nicht zum Einsatz kam. Eine Verpflichtung eines jungen Angreifers, möglicherweise zunächst auf Leihbasis, steht ebenfalls zur Debatte.