Eintracht Frankfurt plant Wintertransfers zur Krisenbewältigung
Eintracht Frankfurt befindet sich derzeit in einer Mini-Krise. Um Schlimmeres zu verhindern, sind im Winter Transfermaßnahmen geplant.
Frankfurt – Die anfängliche Euphorie nach dem vielversprechenden Saisonstart von Eintracht Frankfurt ist nach den letzten drei Niederlagen aus vier Spielen verflogen. Obwohl die Mannschaft mit 17 Toren die zweitbeste Offensive der Bundesliga hinter dem FC Bayern stellt, hat sie gleichzeitig mit 16 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga. Ein desolater Auftritt gegen Atletico Madrid (1:5) in der Champions League wirft zudem weitere Fragen auf.
Sportvorstand Markus Krösche ist sich daher sicher, dass im Winter nachgebessert werden muss. Laut einem Bericht der Bild gibt es mehrere Kandidaten, die für einen potenziellen Transfer im Januar auf dem Zettel stehen. Besonders im Fokus steht Vitaly Janelt, der gebürtige Hamburger, der seit 2020 für den FC Brentford spielt und dort in den letzten Jahren zu den Stammkräften gehörte.
Janelt überzeugt vor allem mit seinen defensiven Qualitäten und könnte die Abwehr der Eintracht stabilisieren. Besonders interessant ist seine Vertragssituation: Janelts Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, was bedeutet, dass er im Winter möglicherweise für eine geringe Ablöse zu haben ist, sofern er bis dahin nicht verlängert hat.
Falls es zu einer Vertragsverlängerung kommt, hätten Krösche und sein Team noch weitere Alternativen. Laut Bild zeigt die Eintracht auch Interesse an Raphael Onyedika (FC Brügge) und Sergi Altimira (Betis Sevilla). Beide Spieler galten bereits im vergangenen Sommer als potenzielle Neuzugänge, jedoch konnte man sich bezüglich der Ablösesummen nicht einigen. Für beide wären weiterhin über 20 Millionen Euro fällig.
Mindestens ebenso teuer wäre Ismael Doukouré, der 2024 schon vor einem Wechsel nach Wolfsburg stand und nun ebenfalls auf dem Radar der Eintracht ist. Bei dem Mittelfeldspieler von Racing Straßburg müsste sich die Eintracht jedoch gegen zahlreiche europäische Top-Klubs durchsetzen. Neben dem defensiven Mittelfeld, das als Problemposition identifiziert wurde, soll auch im Sturm nachgelegt werden.
Elye Wahi, der im Januar 2025 für 26 Millionen Euro als Ersatz für Omar Marmoush verpflichtet wurde, findet weiterhin nicht in Form und könnte den Verein schon bald wieder verlassen. Sollte Wahi tatsächlich gehen, steht William Osula von Newcastle United ganz oben auf Krösches Einkaufsliste. Es könnte also ein geschäftiges Winter-Transferfenster für die Verantwortlichen der Eintracht werden.