Eintracht Frankfurt: Positive Erkenntnisse trotz Remis gegen SC Freiburg
Eintracht Frankfurt hat beim SC Freiburg einen späten Sieg aus der Hand gegeben, was zu großem Ärger führte. Dennoch gibt es auch positive Aspekte zu berichten.
Frankfurt – Die Gründe für das 2:2-Unentschieden (2:1) von Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg konzentrierten sich vor allem auf Kapitän Robin Koch und Torhüter Kaua Santos, deren individuelle Fehler den Freiburgern entscheidende Möglichkeiten eröffneten. Die ansonsten diszipliniert spielenden Hessen bestraften sich erneut selbst. Trotz des späten Remis brachte die Partie drei positive Erkenntnisse.
Ein Highlight war das Debüt von Aurele Amenda bei der Eintracht. Der Schweizer stand erstmals 90 Minuten in der Bundesliga auf dem Platz. Zuvor hatte er nur einmal in der Europa League gegen Rigas FS (1:0) vor fast genau einem Jahr durchspielen dürfen. Vor dem Spiel in Freiburg stand er unter immensem Druck, nachdem Trainer Dino Toppmöller ihn im Sommer als Verkaufskandidaten ins Gespräch gebracht hatte.
Amenda meisterte den Kaltstart im Schwarzwald hervorragend: Er gewann acht seiner elf Zweikämpfe und beteiligte sich mutig am Spielaufbau. „Aurele hat überragend gespielt, er war einer unserer besten Spieler. Die gesamte Vorbereitung war nicht einfach für ihn, aber er ist ein super Junge mit einer großartigen Mentalität. Er hat gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt“, lobte Rasmus Kristensen seinen Mitspieler.
Für die kommenden drei Wochen, in denen noch sechs Pflichtspiele anstehen, hat Frankfurt somit eine wichtige Alternative mehr. Amenda, der nach kurzen Einsätzen aus der Versenkung aufgetaucht ist, könnte der Beginn einer neuen Ära für den Nationalspieler sein, dessen Gesamttransferkosten über zehn Millionen Euro betrugen.
Jonathan Burkardt hat sich ebenfalls in der Mannschaft etabliert. Der 25-Jährige erzielte in den letzten sechs Pflichtspielen sieben Tore und bereitete ein weiteres vor. Der Knoten ist bei ihm geplatzt. Burkardt übernimmt nicht nur auf dem Platz Verantwortung, sondern auch neben dem Spielfeld.
Nach dem Remis in Freiburg äußerte er sich bei DAZN und zeigte seinen Ärger, machte aber auch Mut: „Insgesamt ist es die Haltung der Mannschaft, die entscheidend ist. Wie verteidigen wir? Läuft jeder zurück? Setzt sich jeder nochmal ein? Das war heute ein Schritt nach vorne in dieser Hinsicht.“ Burkardt beweist, warum er bei seinem ehemaligen Klub Mainz Kapitän war.
Wenn es um die Haltung geht, ist Kristensen ein Vorbild. Der Däne zog erneut die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich, als das Pfeifkonzert gegen ihn bei einem Einwurf lauter wurde. Je mehr der Druck stieg, desto mehr motivierte ihn das. Der 28-Jährige ist als Leader unverzichtbar und gibt seinen Mitspielern Halt.
In der 51. Minute hatte Kristensen Glück, als Derry Scherhant auf sein Knie fiel. Nach einer kurzen Behandlungspause konnte er weiterspielen. Toppmöller lobte später: „Über Rasmus' Qualitäten muss man nicht mehr sprechen. Er ist unser emotionaler Anführer, der in Zweikämpfen präsent ist und Ruhe bewahrt.“ Genau diese Eigenschaften benötigt die Eintracht in dieser instabilen Phase.