Eintracht Frankfurt startet stark in die Saison trotz Umstellungen
Eintracht Frankfurt zeigte in ihrem Auftaktspiel gegen Werder Bremen eine beeindruckende Leistung und gewann mit 4:1. Dennoch befinden sich die Hessen nach einem vielversprechenden Start in einer Phase der Neuausrichtung.
Frankfurt – Auf den ersten Blick schien es, als hätte Eintracht Frankfurt in diesem Sommer keinen signifikanten Umbruch durchlebt. Mit Jonathan Burkardt, Ritsu Doan und Michael Zetterer kamen drei neue Talente ins Team, während Hugo Ekitiké und der ehemalige Kapitän Kevin Trapp die Mannschaft verließen. Dennoch gab es am ersten Spieltag im Vergleich zur letzten Aufstellung der Vorsaison fünf Veränderungen in der Startelf.
Michael Zetterer, Can Uzun, Jean-Matteo Bahoya sowie die beiden Neuzugänge Burkardt und Doan starteten anstelle von Trapp, Ekitiké, Ansgar Knauff, Nathaniel Brown und dem verletzten Ellyes Skhiri. Die Hessen mussten sich erneut finden, was ihnen in der Auftaktpartie gegen Werder Bremen hervorragend gelang.
Ansgar Knauff, der als Joker sofort traf, äußerte sich erfreut über den Sieg und analysierte: „Es war ein schwerer Abgang für uns. Kevin war ein absoluter Führungsspieler, der in der Mannschaft einen hohen Stellenwert hatte. Wir versuchen, diesen Verlust aufzufangen.“ Der 23-Jährige nimmt dabei eine wichtige Rolle ein.
Knauff, der im Januar 2022 zur Mannschaft kam, ist neben Timothy Chandler und Jens Grahl der letzte verbliebene Held der Europa-League-Saison. Der ehemalige Flügelspieler von Borussia Dortmund hat sich mittlerweile voll und ganz mit Eintracht identifiziert. Sein Aufstieg in der internen Hierarchie zeigt sich auch an seiner neuen Rückennummer 7: „Ich freue mich darüber. Es ist meine Lieblingsnummer aus der Jugend und der Nationalmannschaft.“
Er plant, dies auch in Zukunft „mit Leistung zurückzuzahlen“. Knauff hat sich Schritt für Schritt in der Teamhierarchie nach oben gearbeitet. Trainer Dino Toppmöller schätzt seine Einsatzbereitschaft, Energie, taktische Disziplin und Torgefahr. Knauff gibt nie auf und ist immer zur Stelle, wenn das Team ihn braucht. Gegen Werder war er nur drei Minuten nach seiner Einwechslung aktiv und erzielte geschickt einen Treffer.
Obwohl er selbstbewusst ist, ist Knauff kein Lautsprecher. Er agiert als Leader und Vorbild für die jüngeren Spieler. Er beklagt sich nicht, wenn er von der Bank kommt, sondern gibt sein Bestes, wenn er gebraucht wird. Toppmöller bezeichnete ihn kürzlich liebevoll als seine „Allzweckwaffe“ und äußerte: „Ich mache mir keine Sorgen um Ansgars Einsatzzeiten.“
Der Musterprofi selbst macht sich darüber keine Gedanken. Bisher kam er in beiden Pflichtspielen lediglich von der Bank. Knauff bleibt jedoch gelassen: „Wir haben eine lange Saison vor uns. Wenn die Champions League beginnt, stehen uns viele Spiele bevor. Dafür müssen wir alle fit bleiben.“
Die Erfahrung lehrt, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Rochaden stattfinden werden. Das Team hat die Möglichkeit, weiter zu wachsen und die Lücke, die der Abgang von Trapp hinterlassen hat, zu schließen. Knauff wird dabei neben Kapitän Robin Koch, Wikinger Rasmus Kristensen, Energiebündel Arthur Theate und Sturmtank Burkardt eine entscheidende Rolle spielen.