Eintracht Frankfurt startet unter Trainer Albert Riera neu
Eintracht Frankfurt steht unter Trainer Albert Riera vor einem Neuanfang. Der Spanier wird bald auf eine verstärkte Offensivkraft zurückgreifen können.
Frankfurt – „Keine Rückpässe mehr!“ So begann Trainer Albert Riera seine Zeit bei Eintracht Frankfurt auf dem Trainingsplatz. Diese klare Botschaft hat das Umfeld sofort elektrisiert. In den vergangenen Monaten haben die Spieler zu oft den Rück- oder Querpass gewählt, was nun der Vergangenheit angehören soll.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird der neue Coach in den kommenden Wochen zunehmend auf mehr Offensivspieler zurückgreifen können. Aktuell fehlen mit Jonathan Burkardt, Younes Ebnoutalib und Can Uzun drei wichtige Scorer. Solche Qualitäten sind über einen längeren Zeitraum nur schwer zu ersetzen, und diese unterschiedlichen Fähigkeiten haben der Eintracht häufig gefehlt.
Im Endspurt der Saison wird jeder Punkt entscheidend sein. Aufgrund eines enttäuschenden Januars (zwei Punkte aus sieben Spielen) hat die Eintracht den Anschluss an das obere Drittel verloren. Frankfurt muss dringend wieder das Siegesgefühl zurückgewinnen, nachdem das Team in den letzten 13 Pflichtspielen nur einen Sieg einfahren konnte. Eine derartige Negativserie zehrt am Selbstvertrauen.
Der Absturz der Hessen begann mit der Wadenverletzung von Burkardt. Beim Stand von 0:0 gegen Atalanta Bergamo (0:3) geschah das Unglück, woraufhin die Eintracht komplett den Faden verlor. Zu diesem Zeitpunkt belegte die Eintracht noch den sechsten Rang und hatte nur zwei Punkte Rückstand auf Platz vier. Das liegt jedoch schon eine gefühlte Ewigkeit zurück.
Ein weiteres Problem: Der Winter-Neuzugang Ebnoutalib verletzte sich im zweiten Spiel gegen den VfB Stuttgart (2:3). Dabei hatte der gebürtige Frankfurter einen perfekten Einstand mit einem Tor gegen Borussia Dortmund (3:3). Mit viel Selbstvertrauen und zwölf Zweitligatreffern im Gepäck, lastet nun die gesamte Verantwortung auf Arnaud Kalimuendo.
Für Riera wären diese Rückkehrer fast wie drei neue Spieler. Die legendäre Offensive mit Sèbastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic aus der Saison 2018/19 bleibt den Fans unvergessen. Eine Angriffsreihe mit Burkardt, Ebnoutalib, Kalimuendo und Uzun hätte in der entscheidenden Phase das Potenzial, wichtige Punkte im Rennen um einen europäischen Platz zu sichern.