Eintracht Frankfurt: Torwart-Position sorgt für Unruhe

Eintracht Frankfurt: Torwart-Position sorgt für Unruhe

Die Torwart-Position bleibt ein zentrales Problemfeld bei Eintracht Frankfurt. Sportvorstand Markus Krösche hat die Situation mit seinen Äußerungen über Kevin Trapp weiter angeheizt.

Frankfurt – Nach der Niederlage gegen RB Leipzig (1:3) ist Eintracht Frankfurt in der Bundesliga auf den achten Platz abgerutscht. Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, könnte die SGE am Saisonende ohne europäische Teilnahme dastehen. Dieses drohende desaströse Saisonende ist jedoch nur ein Symptom für tiefere Probleme innerhalb des Vereins.

Nur vier Spieltage vor dem Saisonende herrscht in der Mainmetropole kaum noch Stabilität. Der Trainerstuhl von Albert Riera wackelt, die Offensive zeigt seit Monaten erschreckende Schwächen, und nun fällt auch die Defensive in die katastrophalen Muster der Hinrunde zurück. Nach nur vier Gegentoren in Rieras ersten sechs Bundesliga-Partien musste die Mannschaft in den letzten vier Spielen bereits acht Gegentore hinnehmen.

Es ist daher wenig überraschend, dass die Diskussion um die Torhüterposition erneut aufflammt. In dieser Saison gab es zwischen Kaua Santos und Michael Zetterer keine klare Nummer eins. In Abwesenheit des verletzten Santos steht derzeit Zetterer im Tor. Gegen Leipzig jedoch zeigte der Schlussmann erneut eine schwache Leistung.

„Die Wechsel im Tor haben nicht zur Stabilität beigetragen“, gestand Markus Krösche am Sonntag im Sport1-Doppelpass und räumte ein: „Wir haben Entscheidungen getroffen, die nicht zur Stabilität beigetragen haben.“ Anschließend sprach er auch über den bevorstehenden Abschied von Fanliebling Kevin Trapp nach Paris im Sommer 2025 und wurde dabei fast wehmütig.

Damals habe man die Transferfreigabe „nicht verflucht“, so Krösche. Dennoch hätte man Trapp gerne behalten. Aber: „Es war der Wunsch von Kevin. Und sollen wir einem 35-Jährigen, der die Chance hat, in seiner Wahlheimat einen Dreijahresvertrag zu unterschreiben, das verbauen? Das kannst du nicht machen“, erklärte der 45-Jährige die verfahrene Situation.

Angesichts der aktuellen Lage ist es kaum verwunderlich, dass Krösche Trapp – wie viele SGE-Fans – mit einem weinenden Auge hinterherblickt. Die bestehenden Probleme lassen sich jedoch nicht durch einen Blick in die Vergangenheit lösen. Der Plan der Klub-Verantwortlichen sieht vor, in der nächsten Saison auf Kaua Santos als Nummer eins zu setzen. Allerdings müssen die Gegentore dringend bereits jetzt reduziert werden.

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