Eintracht Frankfurt: Torwartwechsel und Herausforderungen gegen Liverpool
Im Tor von Eintracht Frankfurt ist ein intensiver Wettkampf entbrannt. Der erfahrene Michael Zetterer und der junge Kaua Santos stehen sich in einem spannenden Duell gegenüber.
Frankfurt – Kaua Santos wird als das vielversprechende Talent für die Zukunft im Tor von Eintracht Frankfurt angesehen. Doch vorerst gehört die Gegenwart wieder Michael Zetterer. Vor dem Heimspiel in der Champions League gegen Liverpool gab Trainer Dino Toppmöller bekannt, dass er den Routinier erneut ins Tor stellen wird. Zetterer, der vor der Saison als Nachfolger von Kevin Trapp aus Bremen verpflichtet wurde, war zu Beginn der Saison die Nummer eins, da Kaua Santos sich von einer Kreuzbandverletzung erholen musste.
Nach der Rückkehr des Brasilianers musste der erfahrene Schlussmann jedoch die Nummer eins-Rolle abgeben. In fünf Spielen mit Santos im Tor kassierte die SGE insgesamt 18 Gegentore. Obwohl der 22-Jährige nicht allein für die hohe Anzahl der Gegentore verantwortlich gemacht werden kann, gelang es ihm nicht, hinter einer wackeligen Defensive die nötige Ruhe auszustrahlen.
„Er ist ein herausragender Junge. Ich bin überzeugt, dass er einen sensationellen Weg einschlagen wird. Vielleicht wollte er manchmal zu viel erzwingen, weil er so ehrgeizig ist“, verteidigte Toppmöller Kaua Santos und erklärte seine Entscheidung, wieder auf Zetterer zu setzen: „Es geht um die Mannschaft und nicht nur um die individuelle Entwicklung. Wir haben das Gefühl, dass das Team momentan einen Torwart benötigt, der mehr Erfahrung und Ruhe ausstrahlt. Daher wird Kaua jetzt einen Schritt zurückgehen und sich durch Trainingsleistungen zurückkämpfen.“
Gegen Liverpool verlief der Plan nur teilweise erfolgreich. Zwar zeigte Zetterer eine stabilere Leistung als sein junger Mitspieler, doch der ehemalige Bremer musste gegen die Reds fünfmal hinter sich greifen. Die Defensive des Bundesligisten agierte erneut nicht auf dem erforderlichen Niveau für die Champions League.
Trotz der deutlichen 1:5-Niederlage attestierte Toppmöller seiner Mannschaft eine gute erste Halbzeit. „In der zweiten Halbzeit merkte man, dass der Glaube und das Selbstvertrauen schwanden. Wir waren nicht mehr aggressiv genug in den Zweikämpfen“, sagte der SGE-Trainer nach dem Abpfiff der Partie. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)