Eintracht Frankfurt: Transfers am Deadline Day

Eintracht Frankfurt: Transfers am Deadline Day

Eintracht Frankfurt hat am Deadline Day die Spieler Dina Ebimbe und Niels Nkounkou verliehen, während die defensive Personalplanung ansonsten unverändert bleibt.

Auf dem Spielfeld strebt die Frankfurter Eintracht unter Trainer Dino Toppmöller eine offensive Spielweise an, die sie in den ersten beiden Spielen mit beeindruckenden sieben Toren unter Beweis stellte: 4:1 gegen Bremen und 3:1 in Hoffenheim. In den Büros des Proficamps, das sich in unmittelbarer Nähe zur Arena befindet, haben die Verantwortlichen jedoch eine defensivere Haltung in Bezug auf die abschließenden Personalplanungen eingenommen.

Der Sportvorstand Markus Krösche äußerte mehrmals, dass man mit dem aktuellen Kader zufrieden sei und nicht zwingend weitere Transfers notwendig seien. Hinter verschlossenen Türen wurde jedoch angedeutet, dass zunächst einige Spieler aus dem übervollen Kader abgegeben werden müssten, um Platz für Neuzugänge zu schaffen.

Trainer Toppmöller bemerkte, dass 24 Feldspieler im Training „ein bisschen viel“ seien. Am Montag endete die sommerliche Transferperiode um 20 Uhr, wobei einige Länder wie Saudi-Arabien, die Türkei oder Österreich ihr Transferfenster länger geöffnet hatten.

Trotz der besonnenen Aussagen war die Eintracht auch am Deadline Day aktiv, wenn auch nicht so spektakulär wie bei den letzten Minuten Verkäufen von Randal Kolo Muani und Omar Marmoush oder dem Last-Minute-Einkauf von Michy Batshuayi im vergangenen Januar. Dennoch wurden am letzten Tag einige wichtige Entscheidungen getroffen.

Der Abschied von Eric Dina Ebimbe wurde seit mehr als einem halben Jahr vorbereitet. Der französische Mittelfeldspieler hatte unter Toppmöller den Anschluss verloren und trainierte seit Monaten nicht mehr mit der Mannschaft. Er wechselt nun zu Stade Brest in die Ligue 1.

Der französische Klub zahlt zunächst eine Leihgebühr von einer Million Euro für ein Jahr und hat eine Kaufoption für das nächste Jahr in Höhe von sieben Millionen Euro vereinbart.

Am Montagnachmittag gab die Eintracht zudem die Leihe von Niels Nkounkou bekannt. Der französische Linksverteidiger wird für diese Saison an den FC Turin ausgeliehen, ebenfalls für eine Million Euro, mit einer anschließenden Kaufverpflichtung für sechs Millionen Euro.

Weitere Spieler, die potenziell verkauft werden könnten, sind Aurele Amenda, der von Toppmöller zuletzt nicht einmal in den Kader berufen wurde, und Hrvoje Smolcic, für den angeblich der polnische Klub Jagiellonia Bialystok Interesse zeigt. Aurelio Buta bleibt hingegen im Kader, nachdem er zuletzt in Hoffenheim eingewechselt wurde. Die Verantwortlichen um Krösche arbeiteten am Montag intensiv daran, weitere Verkäufe abzuschließen, um die finanziellen Verluste zu minimieren.

Amenda (für 9,5 Millionen Euro aus Bern), Smolcic (für 2,5 Millionen Euro aus Rijeka), Ebimbe (für 6,5 Millionen Euro aus Paris) und Nkounkou (für knapp acht Millionen von AS St. Etienne) wurden in der Vergangenheit mit hohen Erwartungen und beträchtlichen Summen verpflichtet.

Die Philosophie der Eintracht besagt, dass Spieler „manchmal schneller als der Klub“ vorankommen und daher verkauft werden müssen. Dies galt für Marmoush, Kolo Muani und Ekitiké. In diesem Fall hat sich die Eintracht jedoch schneller entwickelt als einige Spieler, darunter Ebimbe, Smolcic, Amenda und Nkounkou.

Für die sportliche Entwicklung sind jedoch nicht die Verkäufe, sondern die Einkäufe entscheidend. Am letzten Tag gab die Eintracht ihre defensive Haltung auf und versuchte, offensiv zu handeln.

William Osula, 22 Jahre alt, von Newcastle United sollte ursprünglich auf Leihbasis mit einer Gebühr von fünf Millionen Euro kommen, mit einer Option auf einen Kauf für 20 Millionen Euro. Dieser Deal kam jedoch nicht zustande. Die Eintracht wird daher mit dem bestehenden Kader in die Saison starten – zumindest bis zum Winter.

Topics

Related news