Eintracht-Trainer lobt Nnamdi Collins und plant keine Neuzugänge
Der Trainer von Eintracht Frankfurt, Dino Toppmöller, zeigt sich erfreut über die Nominierung von Nnamdi Collins für die deutsche Nationalmannschaft und betont, dass er nicht unbedingt neue Spieler für sein Team verpflichten möchte.
Während der Spieltagspressekonferenz der Eintracht rückte das Thema schnell in den Fokus, als Toppmöller den 21-jährigen Collins lobte. Der Spieler wurde am Mittwoch von Bundestrainer Julian Nagelsmann erstmals in die Nationalmannschaft berufen. Toppmöller bezeichnete die Nominierung als eine großartige Gelegenheit für Collins und den Verein. Er merkte an, dass der junge Defensivspieler „super Schritte“ gemacht habe, dabei jedoch bescheiden geblieben sei. „Trotz seiner steilen Karriere hat er immer Lernbereitschaft gezeigt, zugehört und will sich verbessern. Das ist der Schlüssel zu seinem Erfolg“, so Toppmöller.
Toppmöller sieht keinen Grund, Collins zu bremsen oder ihn auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. „Wir hatten nie das Gefühl, dass wir ihn bremsen müssen“, erklärte der Trainer. Er ist überzeugt, dass Collins, der sowohl zentral als auch auf der rechten Verteidigerposition spielen kann, eine wertvolle Verstärkung für die DFB-Elf sein wird.
„Er bringt ein interessantes Paket mit und kann auf diesem Niveau absolut mithalten. Er wird der deutschen Nationalmannschaft einen erheblichen Mehrwert bieten“, fügte Toppmöller hinzu. Collins ist als rechter Verteidiger eingeplant, einer Position, die seit Jahren als Schwachstelle gilt, weshalb Joshua Kimmich zeitweise aus dem Mittelfeld zurückgezogen wurde. Kimmich soll jedoch wieder auf die „Sechs“ zurückkehren.
Während Collins bereits für die Nationalmannschaft nominiert wurde, haben Nathaniel Brown und Jonathan Burkardt diese Chance nicht erhalten. Brown, der wegen einer Muskelverletzung sechs Wochen pausieren musste, wird langsam wieder an die Startelf herangeführt. Toppmöller deutete an, dass der Linksverteidiger am Samstag (15:30 Uhr/Sky) im Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim ein Kandidat sein könnte. Burkardt hingegen wird definitiv in der Sturmspitze auflaufen. Toppmöller zeigt sich trotz eines etwas holprigen Starts von Burkardt zufrieden.
„Es ist wichtig, dass er sich gut in die Gruppe eingefügt hat. Alles andere wird dann automatisch kommen“, so Toppmöller. Der 25-Jährige hat bereits bewiesen, dass er die Qualität hat, viele Tore zu erzielen, und könnte ebenfalls ein Kandidat für die Nationalmannschaft sein.
Im bevorstehenden Spiel gegen die gut gestartete TSG wird Toppmöller keine größeren Änderungen vornehmen, nachdem der Auftakt gegen Werder Bremen (4:1) erfolgreich war. Die Bundesliga macht dann eine kurze Pause, was möglicherweise zu einem Wechsel auf der Torwartposition führen könnte, obwohl dies nicht feststeht. Kaua Santos, die designierte Nummer eins, wird am Samstag noch nicht dabei sein. Nach dem Spiel gegen Hoffenheim ist ein internes Testspiel geplant, damit er wieder Spielpraxis sammeln kann. „Dann entscheiden wir, was wir in Leverkusen im Tor machen“, so Toppmöller.
Ob der Kader zu diesem Zeitpunkt noch unverändert bleibt, ist fraglich. Der Trainer möchte das Aufgebot verkleinern und Spieler aus der zweiten oder dritten Reihe abgeben. „Wir haben derzeit 24 Spieler im Training, das ist zu viel, um konzentriert mit der Gruppe zu arbeiten“, erklärte Toppmöller.
Was mögliche Neuzugänge angeht, so könnte sich etwas tun, muss aber nicht unbedingt. „Wir fühlen uns in Bezug auf die Qualität sehr gut aufgestellt“, sagte Toppmöller. Er erwartet von einigen jungen Spielern, wie Brown, Collins, Fares Chaibi, Can Uzun („wie ein Neuzugang“), Hugo Larsson und Jean-Matteo Bahoya, dass sie die nächsten Entwicklungsschritte machen. „Wir sind von ihnen total überzeugt, daher macht es keinen Sinn, jetzt drei neue Spieler vor ihre Nase zu setzen. Sie haben sich das Vertrauen verdient“, schloss Toppmöller.