Elye Wahi verlässt Eintracht Frankfurt

Elye Wahi verlässt Eintracht Frankfurt

Die Wege von Elye Wahi und Eintracht Frankfurt scheinen sich bald zu trennen. Sportvorstand Markus Krösche äußerte sich selbstkritisch zu diesem Transfer.

Frankfurt – Wenn ein Spieler Eintracht Frankfurt nach nur einem Jahr verlässt, deutet dies entweder darauf hin, dass er sich schneller entwickelt hat als der Verein, oder dass er die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Beide Szenarien sind bei Eintracht Frankfurt vertreten. Willian Pacho beispielsweise startete in der Saison 2023/24 vielversprechend und wechselte ein Jahr später für über 40 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain.

Im Gegensatz dazu kam Jens Petter Hauge in der Saison 2021/22 für eine hohe Ablösesumme von der AC Mailand nach Frankfurt, konnte jedoch nicht überzeugen und wechselte nach einer enttäuschenden Saison leihweise zurück, bevor er endgültig zu Bodo/Glimt zurückkehrte. Elye Wahi scheint in diese Tradition zu folgen, da er in seinen rund zwölf Monaten bei Eintracht Frankfurt nicht an seine Leistungen anknüpfen konnte.

Im Januar dieses Jahres flossen insgesamt etwa 26 Millionen Euro an Olympique Marseille für Wahi. Allerdings konnte der Spieler diese Summe nie rechtfertigen. "Es tut mir ein wenig leid für ihn. Als Stürmer benötigt man Erfolgserlebnisse, um Selbstvertrauen zu gewinnen. Nur dann trifft man bessere Entscheidungen und spielt mit mehr Leichtigkeit", erklärte Krösche im Podcast von Eintracht Frankfurt.

Wahi hatte zu Beginn der Saison mit muskulären Problemen zu kämpfen und sah sich zudem einem starken Konkurrenten wie Hugo Ekitiké gegenüber. Dennoch schien sich während der Vorbereitung eine Wende anzubahnen. Im Trainingslager in den USA zeigte Wahi Fortschritte, erzielte in Testspielen Tore und war auch in der ersten Pokalrunde gegen den FV Engers (5:0) mit einem Tor und einer Vorlage aktiv.

Trainer Dino Toppmöller setzte den 22-Jährigen am zweiten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim (3:1) von Beginn an ein. Doch dann hatte Wahi Pech: Ein Querpass traf ihn unglücklich an der Wade, und seine Bemühungen, den Ball ins Tor zu befördern, scheiterten, da die TSG die Situation auf der Linie klärte. Dies stellte sich als Wendepunkt heraus, und Wahi geriet in eine Formkrise.

Während Wahi an Form verlor, startete Jonathan Burkardt durch. "Jonny hat bei uns kaum Anlaufzeit benötigt. Das machte es für Elye schwierig. Es ist schade, aber manchmal hängt es von Timing und Momentum ab. Hätte er gegen die TSG getroffen, hätte es vielleicht einen Knoten gelöst", so Krösche. Dieses Szenario trat jedoch nicht ein.

Im Gegenteil: Wahi fiel weiter zurück. Als Burkardt verletzungsbedingt ausfiel, hätte dies seine Chance sein sollen, doch Toppmöller entschied sich, Wahi in zwei Spielen auf die Tribüne zu setzen. Seine letzten Minuten im Trikot der Hessen absolvierte er wohl als Joker in Barcelona (1:2), während er beim Remis in Hamburg (1:1) verletzungsbedingt fehlte.

Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt gab offen zu: "Manchmal braucht es bei einem Spieler länger, und manchmal muss man akzeptieren, dass es einfach nicht passt." Wahi habe in Montpellier, Lens und zu Beginn seiner Zeit in Marseille gezeigt, dass er ein guter Spieler ist, und Krösche wünscht ihm, dass er seine Qualitäten in der Zukunft wieder zeigen kann.

Allerdings wird dies höchstwahrscheinlich nicht mehr in Frankfurt geschehen. Wahi wird als Kandidat bei OGC Nizza gehandelt, während auch der FC Sevilla, laut L'Équipe, Interesse bekundet hat. Der spanische Traditionsverein plant offenbar, Wahi auszuleihen und eine Kaufoption zu integrieren. Krösche strebt eine schnelle Lösung an, da die Eintracht dringend Veränderungen im Sturm benötigt. Die Zukunft im Angriff wird ohne Wahi sein.

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