Ender Ulupinar gewinnt Rechtsstreit gegen FC Schalke 04
Ender Ulupinar, Mitglied des Aufsichtsrats des FC Schalke 04, wurde im November 2024 in dieses Gremium gewählt. Nur sechs Monate später geriet er jedoch in die Schlagzeilen, nachdem er öffentlich Kritik an den Ansichten von Axel Hefer geübt hatte, was zu erheblichem Unmut führte. Der Streit eskalierte und landete vor Gericht, das am Dienstag eine Entscheidung traf.
Die vergangene Saison war für den FC Schalke 04 eine der schlechtesten in der Vereinsgeschichte, da das Team mit dem 14. Platz nur knapp dem Abstieg in die 3. Liga entkam. In der Woche nach dem letzten Spieltag am 18. Mai 2025, als Schalke zu Hause gegen die SV Elversberg mit 1:2 verlor, äußerte Ulupinar seine Meinung in einem Facebook-Beitrag.
In diesem Beitrag kritisierte er Aufsichtsratsvorsitzenden Axel Hefer, der zwar die schwache sportliche Leistung anprangerte, jedoch personelle Konsequenzen ausschloss. Ulupinar war der Meinung, dass nach einer derart enttäuschenden Saison dringend ein Aufbruch nötig sei, und er war bereit, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Er stellte zudem fest, dass die Kommunikation über Hefers Position und die damit verbundenen Entscheidungen nicht mit ihm als Aufsichtsratsmitglied abgesprochen worden waren. Ulupinar forderte, dass auch persönliche Konsequenzen für die Verantwortlichen diskutiert werden sollten.
Diese Äußerungen hatten Folgen für Ulupinar. Er wurde aus allen Ausschüssen des Aufsichtsrats entfernt. Zudem sprach der Ehrenrat des FC Schalke 04 im August 2025 eine Verwarnung gegen Ulupinar aus, da er angeblich gegen die Satzung, das Leitbild und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats verstoßen habe.
Ulupinar legte gegen diese Verwarnung Widerspruch ein und erhielt vom Landgericht eine einstweilige Verfügung, da er der Meinung war, dass die Verwarnung "formell und materiell rechtswidrig" sei. Das Gericht gab Ulupinar in seiner Argumentation recht und erklärte die Verwarnung des Ehrenrats für rechtswidrig.
Mit dieser Entscheidung hat Ender Ulupinar nun einen höchstrichterlichen Nachweis, dass seine Kritik keine Verstöße darstellt. Dennoch ist zu vermuten, dass dies die Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht in harmonische Bahnen lenken wird. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)