Erfolgsaussichten der neuen Klub-WM: Rummenigge äußert sich

Erfolgsaussichten der neuen Klub-WM: Rummenigge äußert sich

Die neue Klub-Weltmeisterschaft (Klub-WM) hat im vergangenen Jahr eine umfassende Reform erfahren. In der XXL-Ausgabe, die erstmals in den USA stattfand, nahmen 32 Teams teil, und die FIFA vergab insgesamt rund eine Milliarde Dollar an Preisgeldern, was neue Maßstäbe setzte. Dennoch wurde der Wettbewerb heftig kritisiert.

Die Kritiker bemängeln vor allem die hohe Belastung für die Spieler durch ein zusätzliches Turnier sowie den fragwürdigen sportlichen Wert, der durch die Vielzahl der Teilnehmer in Frage gestellt wird. Vor der Reform entsandte jeder Kontinentalverband einen Vertreter zu einem Kurzturnier.

Trotz der Bedenken ist sich Karl-Heinz Rummenigge, der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, sicher, dass sich der reformierte Wettbewerb langfristig durchsetzen wird. In einem Interview mit der FIFA äußerte er: „Ich würde sagen, dass es sich um ein anderes Qualitätsniveau handelt, und ich bin überzeugt, dass es nach und nach von der Öffentlichkeit und dem allgemeinen Publikum akzeptiert werden wird.“

Die erste XXL-Ausgabe wurde im vergangenen Sommer vom FC Chelsea gewonnen, der im Finale gegen Paris Saint-Germain (PSG) triumphierte. Der FC Bayern war zuvor im Viertelfinale gegen PSG ausgeschieden. Rummenigge betonte: „Jetzt ist es wirklich eine Klub-Weltmeisterschaft. Wer sie gewinnt, ist die beste Mannschaft der Welt.“

Für Rummenigge, der als ehemaliger Weltklassestürmer und aktuelles Aufsichtsratsmitglied bei Bayern München fungiert, stellt die Reform „fast eine weltweite Sensation“ dar. Ob sie auch für die Zuschauer eine Sensation wird, bleibt abzuwarten. Die nächste Ausgabe des Klub-Turniers ist für 2029 geplant, der Austragungsort steht jedoch noch nicht fest.

Besonders bemerkenswert sind auch Rummenigges Äußerungen über FIFA-Präsident Gianni Infantino, der seinerseits stark in der Kritik steht. Rummenigge äußerte jedoch viel Lob für Infantino: „Ich glaube, er hat ein Fußballherz. Das ist ja schon mal nicht bei jedem Fußballfunktionär vorhanden – das habe ich aus eigener Erfahrung festgestellt.“ Er betonte, dass Infantino nicht nur an den finanziellen Aspekten interessiert sei, sondern wirklich für den Fußball brenne. „Auch wenn er mal sauer war auf mich oder ich sauer war auf ihn: Wir haben immer zu einer fairen, seriösen Lösung am Ende gefunden.“

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