Ermedin Demirovic feiert emotionalen Treffer für den VfB Stuttgart
Ermedin Demirovic feiert nicht nur sein 50. Tor in der Bundesliga, sondern erzielt auch seinen ersten Treffer von außerhalb des Strafraums. Nach dem Spiel fand der Stürmer des VfB Stuttgart emotionale Worte für seine Tochter.
Stuttgart – Lange Zeit sah es so aus, als würde der VfB Stuttgart im Baden-Württemberg-Duell gegen den SC Freiburg mit einem 0:0 zufrieden sein müssen. Doch in der 78. Minute kam Ermedin Demirovic ins Spiel und zeigte sein Können: Mit einem Dropkick aus der Distanz traf er zum 1:0-Siegtreffer ins Netz.
Obwohl es sein 50. Bundesligator war, stellte es für ihn eine Premiere dar, da er erstmals aus der Ferne traf. Auf die Frage, ob er diesen Schuss geübt habe, antwortete er gegenüber Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports: „Nein. Jeder, der Fußball gespielt hat, kennt das Gefühl, wenn der Ball vom Fuß geht und man weiß, dass er gut getroffen wurde. Darum wusste ich schon beim Abschluss, dass er rein geht.“
Demirovic betonte auch die Bedeutung des Vorlagengebers Deniz Undav für seinen Treffer: „Wenn Deniz den Ball hat, weiß ich, dass ich mich in Position bringen muss, um ein Tor zu erzielen. Sein Auge und seine Fähigkeit, Spieler in Szene zu setzen, sind in der Bundesliga selten. Wir verstehen uns sehr gut, auch abseits des Platzes. Ich wusste einfach, dass er mich finden würde.“
Besonders emotional war auch der Jubel von Demirovic, der zu seinem Familienblock rannte. 40 Familienmitglieder waren extra aus Hamburg angereist, um ihn zu unterstützen. In der Woche zuvor hatten sie gemeinsam den ersten Geburtstag seiner Tochter gefeiert. Trotz der guten Stimmung hatte er seinen Liebsten versprochen, gegen Freiburg zu treffen.
Demirovic erfüllte dieses Versprechen. Seine Tochter dürfte jedoch nicht viel von dem Spiel mitbekommen haben. „Laufen kann sie noch nicht, ich habe sie auf dem Arm gehabt. Ich freue mich jedes Mal, wenn sie im Stadion dabei ist. Bei Spielen um 15:30 Uhr ist sie eigentlich immer da, was für mich etwas ganz Besonderes ist. Es bedeutet mir viel, zur Familie zu laufen und die Kleine zu sehen, die zwar nichts versteht, aber für mich trotzdem alles bedeutet.“