FC Arsenal sichert sich verdienten Sieg gegen Brentford
Der FC Arsenal hat am Mittwochabend mit einem 2:0-Sieg gegen Brentford einen wichtigen Erfolg eingefahren. Mikel Merino unterstrich erneut seine Torjäger-Qualitäten.
London – Als Tabellenführer stand Arsenal vor dem Spiel gegen Brentford unter Druck, nachdem Manchester City am Dienstag mit einem 5:4-Sieg gegen Fulham den Rückstand auf die Gunners auf nur zwei Punkte verkürzt hatte. Trainer Mikel Arteta wollte mit seinem Team um DFB-Star Kevin Schade den Verfolger auf Distanz halten.
Beide Trainer nahmen zahlreiche Änderungen in ihren Aufstellungen vor. Bei Arsenal erhielt Ben White, der Jurrien Timber ersetzte, die Chance in der Startelf. Kapitän Martin Ödegaard und Noni Madueke kehrten nach Verletzungen zurück und lösten Eberechi Eze sowie Bukayo Saka ab. Überraschend saß Brentfords Top-Torjäger Igor Thiago (elf Tore) zunächst auf der Bank, und Trainer Keith Andrews änderte im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Burnley gleich fünf Positionen.
Arsenal übernahm von Anfang an die Kontrolle über das Spiel und nutzte die erste Möglichkeit zur Führung. Madueke setzte White auf der rechten Außenbahn mit einem Hackenpass in Szene, der den Ball in die Mitte zu Mikel Merino spielte. Der Spanier köpfte völlig unbedrängt ins Netz (11.). Arteta hatte Merino erneut im Sturmzentrum aufgestellt, während Viktor Gyökeres und Gabriel Jesus nach Verletzungen zunächst auf der Bank Platz nahmen.
Die Gunners wollten sofort nachlegen und zeigten viel Drang zum Tor. Zunächst parierte Kelleher einen Schuss von Madueke, dann traf White nur das Außennetz (17.). Brentford kam nach einer Ecke durch Dango Ouattara zu einem ersten Abschluss, und beim anschließenden Eckball köpfte Schade die Hereingabe von Vitaliy Janelt an die Latte. David Raya lenkte den Ball noch ab, wodurch der schnelle Ausgleich der Bees verhindert wurde (21.).
Auf der anderen Seite zielte Martinelli nach einer feinen Kombination über Madueke, Riccardo Calafiori und White zu hoch (27.). Vor allem die rechte Außenbahn der Gunners sorgte für ständige Gefahr, während das Spiel über die linke Seite weniger erfolgreich war. Erst in der 37. Minute kam Declan Rice dort durch und bediente Madueke, dessen Schuss von Rico Henry entscheidend blockiert wurde.
Arsenal hatte nach einer starken Anfangsphase nur sich selbst vorzuwerfen, dass das Ergebnis nicht deutlicher ausfiel. Kurz vor der Halbzeit musste das Team jedoch einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als Innenverteidiger-Talent Christhian Mosquera verletzt vom Platz musste und durch Jurrien Timber ersetzt wurde (44.).
Nach dem Seitenwechsel wurde Brentford aktiver und erarbeitete sich in den ersten Minuten einige Standards. Wirklich zwingend wurde es jedoch nicht vor Rays Tor. Arsenal fand nicht zu dem Flow der ersten 20 Minuten und machte durch Ungenauigkeiten viele Kontersituationen zunichte. Nach etwa einer Viertelstunde ließ der Druck Brentfords nach, und Arsenal übernahm wieder das Tempo, ohne dabei vollends zu überzeugen.
In der 67. Minute sorgten die Gunners nach längerer Kreativpause wieder für Torgefahr, als Calafiori Kelleher mit einem Flachschuss zu einer starken Parade zwang. Nur zwei Minuten später war Kelleher erneut gegen Rice zur Stelle, der Nachschuss von Merino ging jedoch daneben.
Nach dieser Doppelchance verlor das Spiel an Schwung. Arsenal ließ den Ball laufen, während Brentford sich bemühten, jedoch in ihren Angriffen zu unpräzise war. Rice musste nach einem Schlag auf die Wade frühzeitig vom Platz, was aber wohl eine Vorsichtsmaßnahme war.
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit verhinderte Kelleher erneut ein Traumtor von Calafiori, der sich mit einer starken Finte Platz verschafft hatte. Der eingewechselte Saka konnte hinter dem Abpraller keinen Druck aufbauen (89.). Doch wenig später durfte der Joker jubeln: Perfekt freigespielt von Merino, legte sich Saka den Ball im Strafraum auf den linken Fuß. Kelleher reagierte stark, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Ball über die Linie trudelte (90+1.).
Arsenal sicherte sich somit einen hochverdienten, wenn auch nur in der Anfangsphase glanzvollen Sieg gegen harmlose Bees und vergrößerte den Vorsprung auf Verfolger Manchester City wieder auf fünf Punkte. Einzig die Verletzungen von Mosquera und Rice trübten den Mittwochabend für die Arteta-Elf.
Arsenal: Raya – White, Mosquera (44. Timber), Hincapie, Calafiori – Zubimendi, Rice (83. Gyökeres), Ödegaard – Madueke (61. Saka), Merino, Martinelli (61. Eze)
Brentford: Kelleher – Ajer, Pinnock (74. Collins), van den Berg – Kayode, Yarmolyuk, Janelt (60. Henderson), Jensen (61. Damsgaard), Henry (74. Lewis-Potter) – Schade (60. Igor Thiago), Ouattara
Tore: 1:0 Merino (11.), 2:0 Saka (90+1.)