FC Bayern beendet Mini-Krise mit überzeugendem Sieg gegen Hoffenheim

FC Bayern beendet Mini-Krise mit überzeugendem Sieg gegen Hoffenheim

Der FC Bayern München hat seine "Mini-Krise" beendet und die TSG Hoffenheim in der heimischen Arena mit 5:1 besiegt. Die Stimmen der Münchner nach dem Spiel.

München – Vor dem Topspiel des 21. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern und dem Tabellendritten TSG Hoffenheim war der einst komfortable Elf-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund auf nur noch drei Punkte geschrumpft. Die Hoffnungen, dass die „Mannschaft der Stunde“ aus dem Kraichgau das Titelrennen spannender gestalten würde, waren groß. Doch der souveräne Auftritt des Rekordmeisters stellte letztendlich ein klares Statement an die Konkurrenz dar.

Trotz einer engagierten Leistung Hoffenheims geriet das Team am Ende unter die Räder, was auch dem frühen Platzverweis für Kevin Akpoguma wegen einer Notbremse am überragenden Luis Díaz (17. Minute) geschuldet war. Harry Kane verwandelte den daraus resultierenden Foulelfmeter zur 1:0-Führung gegen Nationalkeeper Oliver Baumann. In solchen Situationen stellte sich der Tabellendritte jedoch zunächst besser auf die neuen Gegebenheiten ein und erzielte durch Andrej Kramarić den nicht unverdienten Ausgleich (35.).

Dennoch ging der Rekordmeister mit einem beruhigenden 3:1-Vorsprung in die Halbzeitpause. Kane verwandelte auch den zweiten Foulelfmeter, der durch ein Foul an Díaz verursacht wurde (45.), und bereitete anschließend das 3:1 für den Kolumbianer vor (45.+2). Im zweiten Durchgang ließ der Widerstand der TSG zunehmend nach: Díaz erzielte seinen ersten Hattrick im FCB-Trikot (62., 89.) und wurde nach dem Spiel zu Recht gefeiert. Die Blicke der Bayern richten sich jedoch bereits auf die entscheidende Saisonphase, die am Mittwochabend im Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig beginnt.

„Wir haben heute gegen den Tabellendritten nachgelegt und wichtige Siege gegen Leipzig und heute eingefahren. Luis Díaz hat heute den Unterschied gemacht. Er war der Schlüsselspieler, auch wenn wir als Gruppe gewonnen haben. Luis spielt immer mit Herzblut und Einsatzbereitschaft. Er kann auch mal mehrere Spieler stehen lassen. Wir sind extrem froh, dass wir ihn bei uns haben“, sagte ein Sprecher des Vereins.

„Am Mittwoch zählt das Weiterkommen gegen Leipzig. Wir waren lange nicht mehr im Pokalfinale. Beide Teams haben aktuell vielleicht nicht ihr höchstes Niveau – das sie aber in dieser Saison bereits gezeigt haben. Es wird ein spannendes Spiel“, fügte er hinzu.

„Perfekt wäre es vielleicht, wenn es 5:0 oder 6:0 ausgeht. Aber wir haben Respekt vor Hoffenheim und wussten, dass es eine gute Mannschaft ist. Deshalb ist dieses Ergebnis gut. Viel mehr hatten wir uns nicht gewünscht, und wir stehen da, wo wir stehen müssen. Jetzt liegt der volle Fokus auf Leipzig“, erklärte ein weiterer Spieler.

„Wenn es mal zwei oder drei Minuten etwas lockerer wird, ist unsere Mannschaft sofort wieder da – egal ob bei Kontern, Ecken, Standardsituationen, im Ballbesitz oder einer Flanke in den Strafraum. Sie bleiben gefährlich und haben immer Hunger nach vorne. Natürlich versucht man, eine Balance zu finden, aber wenn du so viele Tore machst, musst du das auch unterstützen. Ich habe viel Erfahrung in solchen Situationen, in denen man am Ende etwas gewinnen kann. Da brauchst du deinen Tunnelblick“, sagte er weiter.

„Egal, ob man drei Punkte holt oder eine gute oder schlechte Leistung zeigt – man muss das sofort abhaken und im nächsten Spiel wieder das Beste rausholen. So kommt man manchmal in einen Flow, in einen Rhythmus. Man glaubt immer, wir müssten alles gewinnen. Natürlich wollen wir das, aber die anderen auch. Ich schaue immer auf das Positive“, fügte er hinzu.

„Natürlich gab es in der letzten Woche einige Unruhe rund um die Mannschaft, nachdem wir ein paar Spiele nicht gewonnen hatten. Deshalb war es wichtig für uns, ruhig und uns selbst treu zu bleiben. Wir hatten eine volle Woche zur Vorbereitung, das Niveau im Training war sehr hoch. Man sieht, der Kader ist fit und gesund, jeder drängt darauf, auf dem Platz zu stehen. Das hat man heute auch gesehen, besonders in den ersten 15 Minuten – da sind wir mit viel Intensität gestartet“, schilderte ein Spieler.

„Als sie dann zu zehnt waren, hat das unseren Rhythmus ein wenig gestört. Wir haben etwa 15 bis 20 Minuten gebraucht, um wieder in unser Spiel und unseren Stil zu finden. Respekt an Hoffenheim, sie sind eine gute Mannschaft und spielen guten Fußball“, sagte er weiter.

„Wir wissen, dass wir jetzt in die entscheidende Phase der Saison kommen. Aktuell haben wir zwar einen guten Vorsprung an der Spitze, aber wie wir letzte Woche gesehen haben, kann dieser schnell schrumpfen. Wir haben früh in der Saison gesagt, dass wir im Februar und März mit einem fitten, gesunden Kader in einer guten Position sein wollen. Wir sind Tabellenführer, im DFB-Pokal und unter den Top Acht in der Champions League. Das ist ein guter Moment für uns. Jetzt beginnt die eigentliche Saison – und wir müssen von hier aus weitermachen und sehen, wer mithalten kann“, schloss er ab.

„Ich denke, die Woche hat uns sehr gut getan – auch mal wieder voll im Training zu sein und ein wenig zu regenerieren. Heute sind wir deutlich frischer aufgetreten. Die ersten 15 Minuten waren sehr gut. Am Ende des Tages hätten wir vielleicht noch besser spielen und mehr Tore erzielen können, besonders als Hoffenheim zu zehnt war. Aber wir sind zufrieden mit dem Sieg heute. Wir wollen immer ein Statement setzen“, resümierte ein Spieler.

„Die Punkte, die wir zuletzt liegen gelassen haben, haben uns wehgetan, gerade weil wir uns ein gutes Polster erarbeitet hatten. Aber eine Saison ist lang, es gibt immer Höhen und Tiefen. Deshalb gehen wir jedes Spiel mit vollem Einsatz an – und wenn wir unsere Spiele gewinnen, sieht es am Ende gut für uns aus“, fügte er hinzu.

„Ich bin natürlich zufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben uns zunächst gegen zehn Hoffenheimer schwergetan. Am Ende des Tages haben wir jedoch mit diesem Sieg ein klares Statement gesetzt. Das ist gut so, nachdem uns der eine oder andere nach den zwei vorhergehenden Spielen bereits in einer kleinen Krise gesehen hat. Wir haben sehr viel Spaß an Luis Díaz. Er ist ein echter Wirbelwind. Jetzt geht es gegen Leipzig um alles. Wir waren sechs Jahre nicht in Berlin, davor achtmal in zehn Jahren. Da haben wir Nachholbedarf und wollen natürlich das Spiel gewinnen“, schloss er.

Topics

Related news